Hofnachfolge: „Bei uns ging‘s ohne Reibereien“ Premium

Eine außerfamiliäre Hofübergabe kann funktionieren. Das zeigt das Beispiel von Familie Berger. Jedoch gab es auch einige Herausforderungen, die sie meistern mussten.

Im März 2003 haben wir die Übergeber kennengelernt, drei Monate später den Betrieb übernommen“, erzählen Johannes und Gerlinde Berger aus Waldhausen (OÖ). Damals sind sie mit Sack und Pack auf den Hof von Fremden gezogen.

Das Risiko, dass das Zusammenleben nicht funktioniert, nahmen sie in Kauf. „Wir wollten beide einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, da wir auch auf Bauernhöfen aufgewachsen sind“, erklärt die Jungbäuerin.

Kinder haben verzichtet

„Die Übergabe verlief so als wären wir die eigenen Kinder“, erzählt sie weiter. Die drei Kinder der Übergeber hatten selbst kein Interesse, den Betrieb weiterzuführen. „Wir haben uns vor der Übergabe mit der gesamten Familie zusammengesetzt und alles besprochen. Mir merkten gleich wie harmonisch alles ist und wie froh sie sind, dass wir den Betrieb weiterführen“, berichtetJohannes Berger.

Damit stand einer außerfamiliären Hofübergabe nichts im Weg. Er hebt dabei besonders die Toleranz der Übergeber hervor, vor allem des Seniors.

Im Übergabevertrag haben sie alle wichtigen Punkte des Zusammenlebens geregelt. Zum Beispiel zahlt Familie Berger die Betriebskosten. Sie sind später auch für die Pflege der Übergeber zuständig. „Sollten die Seniors eine Rundum-Pflege brauchen, stellen wir dazu eine 24-Stunden-Hilfe an. Außer es ist ihr eigener Wunsch, ins Heim zu gehen“, erklärt Gerlinde Berger.

Für die Begräbniskosten muss die junge Familie ebenfalls aufkommen. Das Geld, dass nach dem Ableben der Altbauern noch da ist,...

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