In 3 Schritten zur Übergabe Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Steht die Hofübergabe bevor, sollten Sie unter anderem folgende Punkte klären: Wie sieht es mit dem Wohnrecht der Übergeber aus? Was bekommen die weichenden Erben? Was müssen Sie bereits im Übergabevertrag festhalten?

Für die gesamte bäuerliche Familie stellt die Hofübergabe ein einschneidendes Ereignis dar. Die Übergeber können nach einem langen arbeitsreichen Leben die Führung des Betriebes in jüngere Hände legen. Ihnen bleibt dann mehr Zeit für Familie und Freunde.

Für die Übernehmer ist eine gelungene Betriebsübernahme der Schlüssel für den persönlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Ein gutes Einvernehmen mit den Übergebern und deren Unterstützung mit Rat und Tat erleichtern dieses Vorhaben.

Wenn ein Übergabevertrag errichtet wird, müssen die Interessen beider Seiten gleichermaßen berücksichtigt werden. Einerseits ist den Übergebern ein angemessenes Altenteil zu sichern. Andererseits ist den Übernehmern die Freiheit zuzugestehen, den übernommenen Betrieb nach eigenen Vorstellungen und Fähigkeiten zu bewirtschaften. Damit können sich diese persönlich und wirtschaftlich weiterentwickeln.

Beide Seiten müssen die neuen Rollen und Aufgaben akzeptieren. Der faire Ausgleich der Interessen und gegenseitiger Respekt sind die beste Grundlage für ein gutes Zusammenleben der Generationen. Damit dies gut gelingt, haben wir für Sie die wichtigsten Schritte der Übergabe zusammengefasst.

Spätestens, wenn beide Übergeber einen Anspruch auf Pension haben und ihre Erwerbstätigkeit einstellen können. Dann ist in der Regel der Zeitpunkt für die Betriebsübergabe gekommen. Meist können die Übergeber ihre Pension aber nicht gleichzeitig antreten.

In diesem Fall sollten Sie die Sozialversicherungsanstalt der Bauern überprüfen lassen, ob eine Pflichtversicherung für den Partner, der noch keinen Pensionsanspruch erworben hat, notwendig bzw. sinnvoll ist. Dies würde gelten, bis dieser das gesetzliche Pensionsalter erreicht hat.

Falls dies zutrifft, müssen Sie entscheiden, ob Sie die Übergabe bis zur Pensionierung des zweiten Übergebers aufschieben wollen. Zudem sollten Sie klären, ob Sie bei der Übergabe das Wirtschaftsrecht behalten wollen oder Sie sich als mitarbeitender Übergeber zum halben Versicherungswert weiter- versichern lassen.

In den meisten Fällen sind die Ehegatten Miteigentümer der Betriebe. Ausnahme: Kärnten und Tirol. Aufgrund der steigenden Scheidungsraten wird häufig die Frage gestellt, ob der Betrieb auch an das Schwiegerkind oder den Ehepartner übergeben werden soll?

Das sollte grundsätzlich die Übernehmerseite selbst entscheiden. Denn hier spielen zahlreiche subjektive Momente eine Rolle, die sich aus dem Verhältnis der Eheleute zueinander ergeben. Wird ein Ehepartner angeschrieben, ist es empfehlenswert, allfällige Folgen einer ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Artikel geschrieben von

top agrar Österreich

Schreiben Sie top agrar Österreich eine Nachricht

Strasser: „50 Mio. € Entlastung für die Bauernfamilien!"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen