Brotprämierung: Eine Familie räumt ab

Gleich drei Landessiege bei der Steirischen Brotprämierung gingen an Familie Nigitz aus Takern II im Bezirk Weiz. Daneben machten viele Neueinsteiger auf sich aufmerksam.

Maria Nigitz ist eine der Bäuerinnen, die wir im Buch "Beste Brote von Bäuerinnen" vorstellen. (Bildquelle: lex pix photography/Stiegler)

Für die Landesprämierung der besten bäuerlichen Brote in der Steiermark haben 70 Betriebe mehr als 200 wohlschmeckende Proben eingereicht. Eine 24-köpfige Fachjury mit zahlreichen Brotsommeliers bewertete die Köstlichkeiten nach 80 Kriterien in insgesamt neun Kategorien.

"Nur Brote mit natürlichen Zutaten aus der Region und nach individuellen Hausrezepten gebacken, stehen auf dem Prüfstand der Landes-Brotprämierung. Die große geschmackliche Vielfalt ist am Tag des steirischen Bauernbrotes ein starkes Statement der heimischen Bäuerinnen gegen den industriellen Einheitsgeschmack, gegen Geschmacksverstärker und künstliche Zusatzstoffe", betont Landesbäuerin Gusti Maier.

Großen Grund zur Freude hatte Familie Nigitz aus Takern II im Bezirk Weiz. Das Bauernbrot vom Holzofen und das Vollkornbrot von Maria und Franz Nigitz zeichnete die Jury mit je einem Landessieg aus. Auch Tochter Romana holte sich den Titel Landessiegerin bei den Nachwuchsbäckern.

Hier finden Sie eine Liste aller Landessieger:

Viele Neukreationen

"Immer mehr Brotbäuerinnen und -bauern messen die Qualität ihrer Produkte bei der Landesprämierung", freut sich Verkostungschefin Eva Lipp über das ungebrochene Interesse. Weil die Bäuerinnen ständig neue Kreationen auf den Markt bringen, mussten die bisher fünf Kategorien bei der Landesprämierung auf neun ausgeweitet werden. Zu den heurigen Neukreationen zählen etwa weiß-grünes Eiweißbrot, pikante Erdäpfelräder, Fleischbrotstangerl, Urkörnerbrot, Müsliwecken, Weinkranzl, steirisches Grammel-, Zwiebel- und Erdäpfel-Rosmarinbrot sowie Käferbohnenbrot vom Holzofen.

Zahlreiche Neukreationen bewirken eine noch größere Geschmacksvielfalt. (Bildquelle: LK/Danner)

12 Neueinsteiger

An der steirischen Landesbrotprämierung beteiligten sich auch viele Neueinsteigerinnen. Von den 70 mitmachenden Betrieben stellten sich zwölf zum ersten Mal diesem Qualitätswettbewerb. Auch das Interesse der Jugend ist groß: Einerseits geben die schon etablierten Brotbäuerinnen ihr Wissen an ihre Kinder weiter, andererseits nehmen auch Schülerinnen und Schüler der ernährungswirtschaftlichen Fachschulen teil. Insgesamt waren bei der Landesbrotprämierung 21 Jugendliche am Start. Die jüngste Teilnehmerin ist zehn und die älteste 90 Jahre alt. "Das zeigt über 80 Lebensjahre Freude am Brotbacken mit einem besonderen Bezug zu dem Produkt", so Maier.

Landesbäuerin Gusti Maier und Verkostungschefin Eva Lipp sind beeindruckt von der hohen Qualität der Brote. (Bildquelle: LK/Danner)

Auszeichnung "Ähre in Gold"

Neben dem Landessieg mit Siegerurkunden und spezieller Kennzeichnung werden die besten Brote auch mit der "Ähre in Gold" ausgezeichnet. 100 Punkte sind für diese Auszeichnung Voraussetzung. Nur makellose Brote können daher in diesem Bewerb gewinnen.

Die Landessiegerbrote sowie die ausgezeichneten Produkte sind für die Konsumenten eindeutig erkennbar: Die Bäuerinnen umwickeln sie mit der Schleife "Brotprämierung 2019 der Landwirtschaftskammer Steiermark". Diese Produkte garantieren höchste Qualität und einen guten Preis. Erhältlich sind Prämierungsbrote ab Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden.

Im Buch "Beste Brote von Bäuerinnen" finden Sie nicht nur zwei Rezepte von Landesssiegerin Maria Nigitz, sondern insgesamt 70 Brote, die garantiert gelingen.

Beste Brote von Bäuerinnen (Bildquelle: top agrar)

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Kein Glyhosat-Verbot ab Jänner 2020

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen