Die Hälfte der Hofnachfolge noch nicht geregelt

Knapp die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebsführer ab dem 50. Lebensjahr haben die Hofnachfolge noch nicht geregelt. Die Gründe sind vielfältig.

Direktvermarkter und Betriebsführer mit Urlaub am Bauernhof haben ihre Nachfolge deutlich häufiger geregelt, so ein Ergebnis der Befragung. (Bildquelle: Heil)

205 Landwirte wurden bei einer österreichweiten Telefonbefragung der KeyQUEST-Marktforschung befragt, wie weit sie ihre Hofnachfolge geregelt haben.

Knapp die Hälfte (49%) der heimischen landwirtschaftlichen Betriebsführer ab dem 50. Lebensjahr haben die Hofnachfolge bereits geregelt. Bei 47% von den 205 Befragten ist die Übergabe noch offen und bei 4% stellt sich die Frage nicht, weil der Betrieb ausläuft. Im Fall einer geregelten Hofnachfolge ist es zu 93% ein eigenes Kind, das den Betrieb übernehmen wird, nur bei 4% ist ein Neffe, eine Nichte oder ein anderer Verwandter als künftiger Betriebsführer vorgesehen. Neun von zehn Bauernhöfen bleiben damit in der Familie und nur 2% greifen auf eine außerfamiliäre Nachfolge zurück oder haben eine andere Lösung gefunden.

Knapp die Hälfte der Befragten (96 Landwirte) hat die Hofnachfolge aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht geregelt: 58% gaben an, dass sie sich bis dato noch nicht festlegen konnten oder wollten, 9% haben keine Kinder und 16% haben zwar Kinder, diese zeigen aber kein Interesse, den Hof weiterzuführen. Bei den restlichen 17% sind die Kinder noch zu jung oder die Zukunft zu unsicher, als dass man die Betriebsübergabe schon hätte regeln können.

Betriebliche Zukunftsaussichten spielen eine Rolle

"Je positiver die wirtschaftliche Situation und die Zukunftsaussichten für den Betrieb sind, desto eher ist die Hofnachfolge geregelt", weiß KeyQUEST-Geschäftsführer Johannes Mayr. Direktvermarkter und Betriebsführer mit Urlaub am Bauernhof haben ihre Nachfolge deutlich häufiger geregelt (76 beziehungsweise 72%) als etwa Schweinebauern (41%). "Hofübernehmer wollen und brauchen eine Perspektive für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Betriebes und damit für ein gutes Auskommen in der Zukunft", ist Mayr überzeugt.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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