„2 € pro kg sind drin, wenn keine ASP ausbricht“ Premium

Der Schweinemarkt befindet sich auf einem Höhenflug. Doch wie lange hält diese Hochpreis-phase an? top agrar fragte bei Johann Schlederer, Geschäftsführer der Schweinebörse nach.

Russland sei nicht ersetzbar, haben Sie 2015 gesagt. Teilen Sie die Einschätzung noch heute?

Schlederer: China ist momentan sicher ein großer Abnehmer von Schweinefleisch. Trotzdem trauere ich Russland immer noch nach. Denn Russland ist für die fetten Teile des Schweines der ideale Absatzmarkt. Ich hoffe immer noch, dass eines Tages eine politische Vernunft einkehrt. Vorerst müssen wir Russland aber abhaken.

Bekanntlich treibt die Afrikanische Schweinepest (ASP) vor allem in China die Preise in die Höhe. Es sollen dort bereits über 1 Mio. Schweine gekeult worden und der Sauenbestand um rund 22 % gesunken sein.

Schlederer: Man muss diese Zahlen mit einer gewissen Vorsicht bewerten. Die offiziellen Behörden stellen sicher nicht die Dramatik dar, sondern untertreiben. Im Vergleich zu 2016, wo nur einige Millionen Schweine gekeult wurden, sprechen wir jetzt von zig- bis hundert Millionen, die in die nächsten Jahre durch die ASP getötet werden müssen. Die Dimension ist mindestens um eine zehner Potenz höher anzusetzen, was den Verlust des Schweinebestandes in China anlangt.

Warum sind die Auswirkungen der Seuche auf den globalen Markt so groß?

Schlederer: China ist mit Abstand der größte Schweineproduzent der Welt. Das macht die Situation so dramatisch. Werden in China zum Beispiel 30 % weniger Schweine produziert, was realistisch ist, so sinkt der globale Schweinebestand um 15 %....

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Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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