Beim Schenken nichts verschenken!

Wenn Landwirte über Schenkungen nachdenken, müssen Sie wichtige Rechtsfragen beachten. Nicht jede Schenkung muss schriftlich erfolgen, allerdings gibt es bestimmte Meldepflichten an die Finanz.

Wussten Sie, dass in Österreich pro Jahr bis zu 13 Mrd. €innerhalb der Familien verschenkt werden? Und denken Sie vielleicht auch gerade über diese so genannten „Schenkungen unter Lebenden“ nach? Dann zeigen wir Ihnen hier die wichtigsten Eckpunkte, die es dabei zu beachten gibt.

Bei einer Schenkung verpflichtet sich der Geschenkgeber, dem Beschenkten eine Sache unentgeltlich zu überlassen. Eine Schenkung ist freiwillig und es kommt ein Vertrag zustande, dem beide handelnden Personen zustimmen müssen. Niemand muss also zwangsweise ein Geschenk annehmen.

Es gibt Fünf Formvorgaben

In manchen Fällen ist eine Schenkung formfrei, in einigen muss aber eine bestimmte Form eingehalten werden.

  • Handschenkung: Schenkungen, die sofort erfüllt werden (z.B. die sofortige Übergabe der geschenkten Sache) bedürfen keiner bestimmten Form.
  • Schuldbefreiende Schenkung: Keine Formpflicht besteht für einen Schuldenerlass. Schuldet beispielsweise die Tochter ihrem Vater noch 2000 € für ein gewährtes Darlehen, z.B. für einen Autokauf, und will der Vater nun darauf verzichten, braucht er dafür keine bestimmte Form einzuhalten. Er kann daher mündlich oder auch schriftlich auf die 2000 € verzichten.
  • Schenkungsversprechen: Verspricht der Vater lediglich eine Schenkung, muss dieses Versprechen in Form eines Notariatsaktes erfolgen, um eingeklagt werden zu können. Hintergrund dieser Formpflicht bei Schenkungen ohne sofortige Übergabe ist die Warnfunktion. Damit...


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