Doskozil im Bio-Wahn Plus

Das Burgenland hat vergangenes Jahr die Biowende eingeleitet. Diese trifft besonders Tierhalter. Sie dürfen nur noch Bio-Ställe bauen. Ein Zwang, der die Existenzen vieler Betriebe bedroht.

Zum Bio-Vorzeigeland möchte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil das Burgenland machen. Seine Marschrichtung lautet: Schritt für Schritt zu 100% Bio. So präsentiert er auf der Homepage der SPÖ Burgenland die Biowende. Was bedeutet das für die Bauern in diesem Bundesland? Wir haben uns bei Praktikern und Interessenvertretern informiert.

Vor einem Jahr leitete Doskozil die Biowende mit Landesrätin Astrid Eisenkopf ein. Erstes Zwischenziel ist, die Bioquote bis 2027 von derzeit 36% auf 50% zu steigern. Förderanreize sollen die Bauern zum Umstieg locken.

Jedoch ist auch eine Verordnung in Kraft getreten, die Tierhalter langfristig dazu zwingt, auf Bio umzustellen. Seit Mitte Jänner werden vom Land Burgenland keine konventionellen Ställe genehmigt. In bestehende Ställe und Widmungen wird zwar nicht eingegriffen. Will sich ein Betrieb aber weiterentwickeln oder seinen Stall auf den neusten Stand der Technik bringen, muss er irgendwann neu bauen.

Nur noch BIO-Ställe

So geht es auch Franz Nussbaumer und seiner Lebensgefährtin Sabine aus Wiesen. Ihr Putenmaststall ist schon in die Jahre gekommen. Ein Neubau ist daher unumgänglich. Doch ob die Landwirte einen modernen Stall bauen dürfen, steht in den Sternen.

Zu lange hat das Bewilligungsverfahren der Gemeinde gedauert. Beim Land einreichen konnten sie den Stall erst im Februar dieses Jahres, also wenige Wochen nach Inkrafttreten der neuen Planzeichnungs-Verordnung. Bis heute wissen die Landwirte nicht, ob sie den konventionellen Stall bauen dürfen.

Auf Bio-Puten möchte Nussbaumer aber aus verschiedenen Gründen nicht umsteigen. „Es gibt in Österreich zu wenig Nachfrage für Bio-Puten“, hebt er den...

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