Dürreversicherung: Das sollten Sie jetzt beachten Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Immer mehr Landwirte interessieren sich für Versicherungen gegen Dürreschäden. Doch was decken diese ab? Welche Varianten gibt es? Und was ändert sich heuer?

Hitze, wochenlange Trockenheit und kaum Niederschlag. 2018 haben Dürreschäden die Landwirtschaft hart getroffen. Auf hunderttausenden Hektar Grünland gab es erhebliche Ernteverluste (siehe Übersicht 1).

Laut Klimaexperten werden Dürrejahre in Zukunft häufiger auftreten. Eine Absicherung wird daher immer wichtiger. Die Österreichische Hagelversicherung startete bereits 2015 mit einem völlig neuen Konzept, um solche großflächigen Schäden abzufedern: Der Dürreindexversicherung.

Basis sind Wetterdaten:

Dabei sind die beiden wichtigsten Parameter für Dürreprobleme, nämlich Wassermangel und Hitze, in einem Versicherungsprodukt zusammengefasst. Dürreindexversicherungen können Sie für Grünland, Mais, Winterweizen und Zuckerrübe abschließen. Heuer neu ist die Versicherung für Soja und Winterroggen. Entschädigt wird ab einem definierten Wassermangel unter Berücksichtigung von Hitzetagen.

Eines vorweg: Es werden die Schäden vor Ort nicht besichtigt, sondern die Entschädigung wird ausschließlich auf Basis von Wetterdaten berechnet. Der tatsächliche Ertragsausfall auf der Einzelfläche ist in diesem pauschalen Modell nicht berücksichtigt.

Die Dürreindexversicherung funktioniert dabei folgendermaßen: In jeder Katastralgemeinde (KG) ist ein Punkt (1x1 km) definiert, von dem die historischen und die aktuellen Wetterdaten herangezogen werden. Der durchschnittliche 10-jährige Niederschlag in dem km2 einer Katastralgemeinde bildet die Basis für alle versicherten Flächen dieser KG. Der Dürre-Beobachtungszeitraum (Vegetationsperiode = Gesamtperiode) reicht für das Grünland vom 1. April bis 31. August.

Regnet es in diesem Zeitraum um mindestens 30 % weniger, so wird eine ...

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