Im Würgegriff von Corona Plus

Die nach Ausbruch des Coronavirus staatlich angeordneten Quarantänemaßnahmen führten zu massiven Marktverwerfungen. Am härtesten traf es die Rinderbauern. Die Schlachtpreise drohten ins Bodenlose zu sinken. Zudem reduzierten einige Molkereien ihre Abnahmemengen.

Als exportorientiertes Land mit einer Selbstversorgung bei Rindfleisch von 140% ist Österreich von der Coronakrise massiv belastet. Die Nachfrage im Export – normalerweise geht 60% des Rindfleisches außer Landes – ist drastisch gesunken. Mit der behördlichen Schließung der Gastronomie brach auch der Außer- Haus-Konsum dramatisch ein. Die teils stärkere Nachfrage im Lebensmittelhandel der zu Hause kochenden Konsumenten konnte diesen Ausfall aber nicht kompensieren.

Die Schlachthöfe reagieren darauf zunehmend mit reduzierten Schlachtungen. Zudem hatten diese Edelteile schon seit Jahresbeginn eingelagert. Nicht zuletzt auch aus Südamerika. Daher übertraf das Angebot sehr rasch in allen Kategorien die Nachfrage und der Abwärtstrend der Erzeugerpreise konn-te erst ab Mitte April gestoppt werden.

Preislich gesehen erwischte es die Schlachtkühe am schlimmsten (siehe Tabelle). Aber auch bei den Kalbinnen und Jungstieren schaute es Ende März nicht viel besser aus. Ein Preisminus von bis über 25% mussten die Bauern in den letzten Wochen verkraften.

Mitgrund dafür war neben der Sperre der heimischen Gastronomie auch der Ausfall im Export. Vor allem war der Weg für Kalbinnen und Kühe nach Frankreich, Spanien, Deutschland und Italien nahezu komplett versperrt. Auch die Jungstierfleisch-Exporte nach Deutschland oder...

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