Milchbauern unter Druck Plus

Die Protestaktionen der Milchbauern für bessere Erzeugerpreise kamen nicht von ungefähr. Ohne öffentliche Gelder wäre die Situation aber noch prekärer. Doch es gibt auch Möglichkeiten, das Einkommen am Betrieb zu verbessern.

Die Milchviehhaltung hat in Österreich traditionell eine besonders hohe Bedeutung. Rund 28000 Betriebe liefern Milch, das sind ein Viertel aller 110000 Fördergeld-beziehenden Hauptbetriebe. Doch die letzten Jahre waren für die Milcherzeuger von einem ständigen Auf und Ab des Milchpreises und damit starken Einkommensschwankungen geprägt.

Im Folgenden wollen wir näher auf die Einkommenssituation bzw. Einkommensentwicklung eingehen. Dazu wurden die Ergebnisse der freiwillig für den Grünen Bericht buchführenden Betriebe (rund 2000 Höfe) herangezogen. Die verfügbaren Daten erlauben eine Zeitreihe für die Jahre 2003 bis 2018 (siehe Übersicht auf S. 13).

Milchproduktion verdoppelt

Unsere Auswertungen beziehen sich auf spezialisierte Milchviehbetriebe. Deren Produktionswert ohne Umsatzsteuer und öffentliche Gelder setzt sich so zusammen: Knapp ein Drittel kommt aus der Forstwirtschaft, der Rest aus der Milchkuhhaltung. Letztere zieht ihren Produktionswert überwiegend aus der Landwirtschaft und dem Gartenbau.

Die Betriebe haben ihre Milchproduktion von 2003 bis 2018 mehr als verdoppeln können. Diese stieg von 79000kg auf über 158000 kg. Die Gründe für den rasante Anstieg: Die Vergrößerung der Milchviehherden auf durchschnittlich 22 Milchkühe und die gestiegene Milchleistung auf rund 7300kg je Kuh und Jahr.

Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (EK LuF) abzüglich der Beiträge zur bäuerlichen Sozialversicherung (SVB) erhöhten sich im betrachteten Zeitraum um 70%. Diese lagen 2018 bei über 25600€. Unter Berücksichtigung des Verbraucherpreisindex betrug die Einkommenssteigerung...

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