Neues vom Corona-Hilfspaket

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie justiert die Bundesregierung ihre Corona-Hilfen ständig nach. Nachfolgend weitere Neuerungen für die Landwirtschaft.

Unser Autor

Mag. Wilhelm Hogl,

Steuerberater in Hollabrunn

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Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise werden immer stärker. So bringt der zweite Lockdown erneut Umsatzeinbrüche für einzelne Branchen und Bereiche. Neben der Investitionsprämie (siehe top agrar 8/2020, ab Seite 12) kann die Landwirtschaft aber auch andere Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung nutzen.

Ausgleich für entgangenen Umsatz

Damit länger andauernde finanzielle Notlagen durch die Coronakrise abgemildert werden können, werden landwirtschaftliche Betriebe, die von behördlich angeordneten Betriebsschließungen betroffen sind, mit dem „Lockdown Umsatzersatz“ unterstützt.

Diese Förderung erhalten Wein- und Mostbuschenschanken sowie Betriebe, die Urlaub am Bauernhof anbieten.

Unter den Betriebszweig Urlaub am Bauernhof fallen Betriebe, die maximal zehn Betten und/oder zusätzlich bis maximal fünf Appartements oder Ferienwohnungen anbieten. Die Vermietung einer Almhütte ist einer Ferienwohnung gleichzusetzen.

Ziel dieses „Umsatzersatzes“ ist es, Betrieben eine Förderung von 80% des Umsatzentfalles zukommen zu lassen. Folgende Rahmenbedingungen müssen vorhanden sein:

  • Der Antragsteller ist von einer COVID19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen (behördlich angeordnete Betriebsschließung).
  • Betrachtungszeitraum ist der November 2020.
  • Der Lockdown-Umsatzersatz entspricht 80% des Umsatzes des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes des von der Betriebsschließung betroffenen Tätigkeitsbereiches.

Für die Eingabe auf www.eama.at sind folgende Unterlagen nötig:

  • Wenn sie bereits im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres im Betriebszweig tätig waren oder trotz eines Bewirtschafterwechsels die Werte des Vorbewirtschafters kennen, dann ist der Umsatz des Novembers 2019 vorzubereiten. Bei Buschenschankbetrieben ist der Umsatz des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes, innerhalb dessen die Ausschankzeiten lagen, anzugeben.
  • Es sind ausschließlich die Nettobeträge der Umsätze anzugeben.
  • Es sind immer nur jene Umsätze im Ansuchen zu erfassen bzw. zu beantragen, die im jeweiligen direkt betroffenen Betriebszweig entstanden sind.
  • Als Buschenschankbetrieb müssen Sie einerseits die Ausschankzeiten im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (maximal 30 Tage) sowie die angekündigten Ausschankzeiten im aktuellen Betrachtungszeitraum (1. November bis 6. Dezember 2020) angeben. Es gelten die Ausschankzeiten laut Heurigenkalender oder vergleichbarer Unterlagen. Die Ausschankzeiten können durch eigene Aufzeichnungen nachgewiesen werden.

Buschenschanken sind zudem nur dann förderungsberechtigt, wenn die Ausschankzeiten laut Heurigenkalender innerhalb des Betrachtungszeitraumes liegen. Der Umsatzersatz kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn im Betrachtungszeitraum Umsätze mit Abholung/Lieferung von Speisen und Getränken erzielt wurden.

Agrarbetriebe haben den Umsatzersatz über eama.at bis zum 15. Dezember 2020 einzureichen. Der Förderbetrag beträgt 80% des ermittelten Umsatzes des Betriebszweiges, jedoch mindestens 2300 €.

Beispiel:

Ein umsatzsteuerpauschalierter Landwirt...


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