OÖ: Bauern kämpfen um ihre Böden Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Zwischen Linz und Marchtrenk laufen 60 Grundstücks-Eigentümer Sturm: Die ÖBB wollen die Gleise der Westbahn quer durch ihre besten Böden legen.

Ich hänge mit Herzblut an der Landwirtschaft, obwohl ich im Nebenerwerb arbeite. Immer wieder habe ich investiert, aber jetzt machen wir uns sehr große Sorgen“, erklärt Hans Sallmann aus Linz-Hörsching. Sorgen macht er sich wegen der geplanten neuen, verschwenkten Trasse der ÖBB-Westbahn mit vier Gleisen (siehe Skizze S. 11).

Fast vor der Haustür:

Die Baustelle fast vor seiner Haustüre könnte seinen mühsam aufgebauten Hochzeitshof mit bislang etwa 40 Hochzeiten pro Jahr unrentabel machen. Denn aus den landwirtschaftlichen Erträgen von 15 ha Grund könne er unmöglich seinen Vierkanthof erhalten. Am dramatischsten wäre die Situation für seinen Onkel: Dessen Bauernhaus müsste geschliffen werden.

Rund 60 Grundeigentümer sind betroffen. Sie organisierten sich in einer Flurschutzgemeinschaft, die der gerichtlich beeidete Sachverständige für Land- und Forstwirtschaft Hans Lughammer aus Pasching leitet. Bereits seit dem Jahr 2000 kämpft er mit Mitstreitern gegen die geplante Verschwenkung der Trasse der Westbahn um einige hundert Meter. Mit dem Ausbau auf vier Gleise habe man sich großteils abgefunden, doch müsste dieser laut Lughammer und Mitstreitern auf der bestehenden Trasse erfolgen – wie von den Bürgern in einem Beteiligungsprozess vor Jahren mehrheitlich bevorzugt.

Einspruch gegen UVP:

Nun reichten die ÖBB eine Umweltverträglichkeitserklärung für die Verschwenkung ein. „Dabei werden nicht die verschiedenen Varianten geprüft, sondern nur, ob die Verschwenkung umweltverträglich ist“, kritisiert Lughammer. Um einen ...

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