Was mehr Tierwohl zusätzlich kostet

Die Gesellschaft fordert höhere Tierwohlstandards in der Schweinehaltung. Doch wie hoch sind die Mehrkosten dafür? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Immer mehr Bauern denken darüber nach, ihre Schweine im Rahmen von Labelprogrammen mit höheren Tierwohlstandards zu vermarkten. Schließlich winken dafür Preiszuschläge. Gleichzeitig erhoffen sie sich auch ein besseres Image in der Bevölkerung.

Bevor Landwirte aber viel Geld in mehr Tierwohl investieren, sollten sie sich unbedingt die Frage nach den Mehrkosten stellen. Wie hoch diese sind, hat jetzt die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik erhoben.

Analyse von zwölf Betrieben

Dazu wurden zwölf österreichische Betriebe mit im Schnitt 617 Mastplätzen analysiert. Auf sieben Betrieben betrug das Platzangebot für die Endmast pro Schwein 1,4 m², in den anderen fünf Betrieben zwischen 1,06 und 1,2 m².

Bei allen zwölf Betrieben konnten die Schweine jederzeit einen Außenbereich aufsuchen und überall wurde Stroh angeboten: In drei als Tiefstreu (von 38 kg bis 52 kg pro Tier) und in neun Betrieben als Beschäftigungsmaterial und Rohfaserergänzung (von 2 kg bis 13,4 kg pro Tier).

Neun Betriebe bauten den Stall neu, meist als Folge eines Tierwohlprogramms. In drei Betrieben wurde der bestehende Stall umgebaut.

Insgesamt wurden nachfolgende Systeme verglichen:

  • Basis: Ein Vollspaltensystem mit 0,7 m² pro Schwein in der Endmast, das den Anforderungen der 1. Tierhaltungsverordnung entspricht.
  • eST: Der erweiterte Standard verfügt über ein höheres Platzangebot von 0,9 m² pro Mastschwein. Ansonsten gibt es keine Unterschiede zum gesetzlichen Mindeststandard.
  • TW-1: Tierwohlstandard-1 mit einem Platzangebot von 1,1 m², davon 0,6 m² planbefestigt, getrennter Liege-, Fress- und Aktivitätsbereich, Einstreu und Auslauf.
  • TW-2: Tierwohlstandard 2 basiert auf den Vorgaben der Marke „Hütthalers Hofkultur“ eines Fleischverarbeiters mit Premiumlabel in Oberösterreich: Doppeltes Platzangebot von 1,4 m² mit getrenntem Liege-, Fress- und Aktivitätsbereich, Einstreu, Auslauf, Verbot des Schwanzkupierens und der betäubungslosen Kastration, gentechnikfreie Fütterung.

Mehrkosten: 6 bis 50,5 €/kg SG

Die Mehrkosten von höheren...


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