Was tun, wenn der Wolf bleibt? Plus

Wie können Bauern ihr Vieh vor dem Wolf schützen? Helfen Hütehunde, Zäune oder GPS-Technik? Darüber informierte eine Veranstaltung von Bio Austria in Langschlag.

Ungeschützte Schafe sind für den Wolf ein gefundenes Fressen“, so Max Rossberg von der NGO European Wildlife Society, „Wer darauf hofft, dass Wölfe bald zum Abschuss frei gegeben werden, kann jedoch lange warten. Das lässt die EU-Gesetzgebung einfach nicht zu.“ Eine Frage bleibt offen: Wie können Bauern ihre Tiere dann wenigstens optimal schützen? Darüber informierte ein Infotag der NGO mit Bio Austria. top agrar war vor Ort.

Einzäunen, aber richtig

Die Empfehlung Nummer eins ist ein geeigneter Zaun. Für Schafbauern gilt grundsätzlich: Entweder ein mobiles Flexinet mit 1,08 m Höhe oder ein 1,10 m hoher Fixzaun mit mindestens fünf gut gespannten Litzen auf Holz- oder Metallpfosten.

Die unterste Litze sollte einen maximalen Bodenabstand von 20 cm haben. So kann der Wolf nicht unten durchschlüpfen. So zumindest die Theorie.

Der Teufel liegt jedoch im Detail. Das weiß auch Wilhelm Klaffl aus Langenlois (NÖ): „Meine Weiden sind Überschwemmungsgebiet. Wenn der Zaun unterspült wird, hat der Wolf leichtes Spiel.“ Tägliche Kontrollen sind daher ein Muss. Auch Gewässer müssen rigoros eingezäunt werden. Bei viel Wildwechsel gibt es eine spezielle Empfehlung von Thomas Schranz aus Tötens in Tirol: „Blau-weiße Zäune und Flatterband am Zaun erkennen Wildtiere besser. Dann wird der Zaun nicht jedes Mal vom Wild mitgerissen.“

Auf einen Fixzaun hat Schafbauer Karl Groiß aus Langschlag (NÖ) umgestellt. Erst letztes Jahr gab es in seiner Gemeinde sechs Wolfsrisse. „Aber auch ein Fixzaun muss ordentlich gewartet werden. Alle 14 Tage müssen wir ihn ausmähen, damit der Stromfluss passt. Und auch das Aufstellen war sehr aufwendig“, erzählt Groiß weiter.

Ganz anders die Situation im hochalpinen Raum: Fixzäune sind hier unmöglich. Und je höher der Zaun, desto mehr Gewicht muss der Landwirt nach oben transportieren. Diesen Aufwand...

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