Zuckerrüben auf dem Prüfstand Premium

Wie schneidet die Zuckerrübe betriebswirtschaftlich gegenüber anderen Kulturen ab? Dieser Frage ist Josef Hambrusch, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen, nachgegangen.

Österreichs Rübenbauern sind verunsichert. Das hat der Beitrag auf Seite 12 in der letzten Ausgabe gezeigt. Verantwortlich dafür sind neben der negativen Preisentwicklung u.a. die explosionsartige Verbreitung des Derbrüsselkäfers im Vorjahr als auch die Diskussionen zur Zukunft des Pflanzenschutzes.

Dies schlug sich in einem Rückgang der Zuckerrübenflächen um rund 25% nieder (Übersicht 1). Dieser Beitrag versucht deshalb, die Stellung der Zuckerrübe hinsichtlich deren Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Fruchtfolge zu klären.

Als Ausgangspunkt dient der Deckungsbeitrag (DB) pro Hektar, also die Differenz aus variablen Leistungen und variablen Kosten. Die Kalkulationen fußen dabei auf der Online-Anwendung „IDB–Deckungsbeiträge und Kalkulationsdaten“ der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen.

Unterschieden wird hier zwischen Trocken- und Feuchtgebieten. Bezogen auf die Zuckerrübe zeichnen sich die Trockengebiete (ohne Bewässerung) in der Regel durch niedrigere Zuckerrübenerträge pro Hektar, dafür aber durch höhere Zuckergehalte (Polarisation) aus.

Mit vier Kulturen im Vergleich

Dem Zuckerrübenanbau werden als Alternativfrüchte Qualitätsweizen, Körnermais, Sojabohne und Winterraps gegenübergestellt. Die Daten für die berechneten Kulturen beziehen sich auf den Mittelwert eines Beobachtungszeitraums von fünf Jahren (April 2013 bis März 2018) und verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.

In Übersicht 2 sind neben den Deckungsbeitragsergebnissen auch die wichtigsten Kalkulationsgrundlagen zusammengefasst. Dabei wird von durchschnittlichen Erträgen in den Trocken- und Feuchtgebieten ausgegangen.

Die Preise der Alternativkulturen leiten sich aus den Preisen der vergangenen...


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