Entlastungspaket

110 Millionen Euro für die Landwirtschaft: 30 Cent Förderung pro Liter Diesel noch im Herbst

Paket wird eine spürbare, unbürokratische Entlastung für die existenzbedrohte Landwirtschaft sein, erklärt Niederösterreichs Bauernbundobmann Stephan Pernkopf.

Am Freitag wird Bundesminister Totschnig die Details zum Hilfspaket für die Landwirtschaft präsentieren. Der Niederösterreichische Bauernbund, sieht darin "eine spürbare, unbürokratische Entlastung", wie Landeshauptfrau Stellvertreter und Bauernbundobmann Stephan Pernkopf am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte. Es geht um 110 Millionen Euro für die Landwirtschaft, als wichtigste Bauernbund-Forderung soll nun ein Energiekostenausgleich umgesetzt werden. Hierbei soll es um 30 Cent pro Liter Dieselförderung gehen. So will man die hohen Dieselkosten für die Betriebe abfedern.

Auszahlung noch im Herbst

"Es geht darum, unseren Bäuerinnen und Bauern einen Energiekostenausgleich zu geben, die Wettbewerbsnachteile zu beseitigen und die Versorgungssicherheit zu stärken. Deswegen wird es beim Diesel 30 Cent Entlastung pro Liter geben“, erklärt Pernkopf gegenüber ORF NÖ. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der bewirtschafteten Fläche, nach Sonderkulturen und ob konventionell oder biologisch gewirtschaftet werde. Für Tierhalter gebe es auch einen Ausgleich für die gestiegenen Futterkosten. Die Auszahlung soll noch in diesem Herbst erfolgen.

"Gerade im EU-Vergleich wird so die Ungleichbehandlung der bäuerlichen Betriebe abgeschafft und Fairness wieder hergestellt werden. Wir danken Bundeskanzler Karl Nehammer und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig für ihr offenes Ohr für die Interessen von Niederösterreichs Bäuerinnen und Bauern und für das klare Bekenntnis zur Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln“, sagt Pernkopf.

Österreichs Bäuerinnen und Bauern leiden unter den höchsten Dieselpreisen der EU. In fast allen Ländern gibt es Vergünstigungen für Landwirte und Sonderpakete gegen die Teuerung. Diese Erhöhungen sorgen teilweise dafür, dass bäuerliche Familienbetriebe kaum kostendeckend arbeiten können und werden gleichzeitig vom Handel bisher unzureichend den Bäuerinnen und Bauern in Form höherer Erzeugerpreise, trotz steigender Verbraucherpreise, ersetzt. Minister Totschnig wird am Freitag die Details zum Paket präsentieren.

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