Erntehelfer

142 Saisoniers aus Rumänien eingeflogen

Wegen der Corona-Shutdown-Bestimmungen gelangen osteuropäische Saisoniers und Erntehelfer derzeit nur schwer nach Österreich. Die Tiiroler Gemüsebauern griffen zur Selbsthilfe und ließen Stammarbeitskräfte mit einem eigens gecharterten Flugzeug einfliegen. Gestern Nachmittag landete die Maschine in Innsbruck.

Die rumänischen Stammsaisoniers wurden mit einem Airbus A320 der Laudamotion direkt aus Cluj-Napoca eingeflogen und landeten am Innsbrucker Flughafen. (Bildquelle: Land Tirol/Berger)

Der von den Tiroler Gemüsebaubetrieben organisierte und bezahlte Flug brachte 122 Stammarbeitskräfte für den Tiroler Gemüsebau sowie 20 Fachkräfte für Kärnten ins Land. Alle erhielten schon beim Abflug in Rumänien Mund-Nasen-Masken und Handschuhen. Die Platzvergabe im Flugzeug erfolgte entsprechend der Betriebszugehörigkeit, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung.

Unmittelbar nach Ankunft in Innsbruck wurden bei jedem Passagier die Temperatur gemessen und ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht. Die Erntehelfer wurden dann in Kleinbussen bzw. unter Wahrung der Sicherheitsabstände in einem Bus in die Mitarbeiterunterkünfte der 17 Tiroler Gemüsebaubetriebe in den Bezirken Innsbruck-Land, Schwaz, Innsbruck und Landeck sowie nach Kärnten gebracht.

Arbeiten während der 14-tägigen Quarantäne erlaubt

Bis zum Vorliegen der Corona-Testergebnisse sind die rumänischen Fachkräfte in den jeweiligen Mitarbeiterunterkünften in Isolation. Bei einem negativen Testergebnis können die meist langjährigen MitarbeiterInnen ihre Tätigkeit in den jeweiligen Betrieben in fix eingeteilten Teams aufnehmen, unterliegen für zwei Wochen aber einer faktischen Quarantäne.

Für die Unterkünfte, die Arbeit im Freiland oder auch in überdachten Bereichen gelten zudem strenge vom Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Österreich ausgearbeitete Sicherheits- und Hygienestandards. Diese sollen einerseits den Schutz der Arbeitskräfte gewährleisten und andererseits eine Ausbreitung des Virus verhindern.

Kritik an Sondermaßnahme

Schon als zu Monatsbeginn das mögliche Einfliegen dringend benötigter Arbeitskräfte angedacht wurde, gab es Kritik. Auch Seitens der Landwirtschaftskammer Österreich. Einerseits gab es mit Ende März ebrsits über 560.000 Arbeitslose, andererseits wurde extra die Plattform dielebensmittelhelfer.at eingerichtet. Diese sollte den Arbeistkräftemangel in der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung auffangen. Alleine über 1000 Bewerber haben sich in Tirol gemeldet.


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