Coronahilfen

763 Mio. € Investprämien an die Landwirtschaft

Die Covid-Investitionsprämie im land- und forstwirtschaftlichen Bereich und in der gesamten Lebensmittelwertschöpfung wurde gut angenommen. Diese Bilanz zogen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Um die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe angesichts der Herausforderungen der Coronakrise zu unterstützen, hatte die Bundesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt. Zentraler Bestandteil dieses Pakets war die COVID-Investitionsprämie. Diese sollte den Betrieben dabei helfen, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben – aber vor allem aus der Krise heraus zu investieren.

Der Erfolg der Investitionsprämie im land- und forstwirtschaftlichen Bereich und in der gesamten Lebensmittelwertschöpfung kann sich sehen lassen, berichteten Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP). Gemeinsam zogen die Ministerinnen eine vorläufige Bilanz und gaben dabei folgende Zahlen bekannt:

  • 73.000 Anträge wurden bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) eingereicht
  • Über alle Branchen betrachtet hat der Bereich Land-, Forstwirtschaft und Lebensmittel rund 30% aller Anträge gestellt.
  • Gesamt wurden 763 Mio. € von land-, forstwirtschaftlichen und Lebensmittelbetrieben beantragt:
    - 443 Mio. € wurden mit 7% gefördert (= gesamt 58%)
    - 246 Mio. € für ökologische Investitionen wurden mit 14% (= gesamt 32%)
    - 74 Mio. € wurden für Projekte in die Digitalisierung zuerkannt(= gesamt 10%)
  • Mit den Prämien wurden Investitionen von 8,8 Mrd. € ausgelöst.
  • Mit rund 10% haben Milchviehbetriebe (rund 8.500) einen sehr hohen Anteil an den Anträgen. Aber auch in der Schweinehaltung (rund 2.000) und im Weinbau (rund 1.700) wurden verhältnismäßig viele Anträge gestellt.
  • Vor allem haben typische Familienbetriebe die Förderung in Anspruch genommen – bei den gemischten Betrieben mit mehreren Betriebszweigen wurden rund 43.000 Anträge gestellt.

Die Covid-Investitionsprämie galt für alle Anlagen mit einem Investitionsbeginn vor dem 1. Juni 2021. Der Durchführungszeitraum für Investitionen bis 20 Mio. € ist bis zum 28. Februar 2023 verlängert. Gefördert wurden Investitionen ab 5.000 €. Die Höhe des Zuschusses lag bei 7% der förderfähigen Investitionen. Etwa für den Bau einer neuen Getreidehalle oder den Kauf von Zuchttieren. Für Investitionen in Ökologisierung und Digitalisierung verdoppelte sich die Prämie auf 14%. Damit konnten beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Biomasse-Anlagen gefördert werden. Diese Prämie gab es zusätzlich zu schon bestehenden Förderinstrumenten.