Ab Jänner 2008 mehr Geld für Soziale Betriebshilfe

Ab 1. Jänner 2008 wird die Soziale Betriebshilfe auf neue vertragliche Beine gestellt. Darauf haben sich die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und der Maschinenring Österreich nach langwierigen Verhandlungen geeinigt. Das gaben heute SVB-Obmann Karl Donabauer und MR-Bundesobmann Hermann Gahr in einem Pressegespräch bekannt.

Karl Donabauer (l.) und Hermann Gahr erlaeuterten heute den neuen Vertrag zur Sozialen Betriebshilfe. Foto: SVB

Karl Donabauer (l.) und Hermann Gahr erlaeuterten heute den neuen Vertrag zur Sozialen Betriebshilfe. Foto: SVB (Bildquelle: )

Als eine wichtige Neuerung führten die beiden Obmänner eine verbesserte Leistung an. So steigt der Tagsatz für die Soziale Betriebshilfe ab Jänner 2008 von derzeit 31 auf 33 €. Die Höchstgrenze liegt hier bei 75 % der insgesamt in der Abrechnung enthaltenen und vom MR anerkannten Gesamtkosten. Weiters gewährt die SVB für die so genannte Rehabilitationshilfe statt bisher 6  ab Jänner 7 € pro Stunde an die Betroffenen. Darüber hinaus wird der Tagsatz automatisch mit dem Verbraucherpreisindex angepasst, wenn die Teuerung 1 € ausmacht. Das jährliche Leistungsaufkommen dürfte laut Donabauer ab 2008 um etwa 10 % auf über 5 Mio. € steigen.

MR verrechnet künftig bis zu 5 % der Gesamtkosten

Die Leistung des Maschinenringes im Rahmen der Sozialen Betriebshilfe besteht vor allem in der Vermittlung einer/s qualifizierten Betriebshelfer/in. Der MR erledigt alle Formalitäten und übernimmt die Abrechnung zwischen Betriebsführer und -helfer/in. Für diese Verwaltungstätigkeiten hebt der MR künftig bis zu 5 % der anerkannten Gesamtkosten vom Versicherten ein. Dazu Donabauer: Wir haben diese neue Verwaltungskostenregelung abgeschlossen, denn das Geld muss in erster Linie den Betroffenen zu Gute kommen und nicht der Verwaltung." Als weitere wichtige Neuerung ist im neuen Vertrag festgehalten, dass eine flächendeckende Versorgung der Versicherten gewährleistet wird. D.h. es sollen künftig alle Betriebe bedient werden. In diesem Zusammenhang führte Gahr an, dass man künftig noch stärker an der Ausbildung der österreichweit rund 4000 Betriebshelfer arbeiten werde.

Zuverdienst für Hofübernehmer

Für SVB-Chef Donabauer ist es wichtig, dass die Hilfe über qualifizierte Fachkräfte, die selbst aus der Landwirtschaft stammen, erbracht wird. Donabauer: Dies bringt vor allem jungen Hofübernehmern die Möglichkeit eines Zuverdienstes." Welche Bedeutung die Soziale Betriebshilfe hat, zeigen Zahlen aus dem Jahr 2006: Hier kam es österreichweit zu insgesamt knapp 5000 Betriebshilfeeinsätzen, davon allein rund 3200 nach Arbeitsunfällen. Rehabilitationsbetriebshilfe wurde in 800 Fällen geleistet. Wer einen Betriebshelfer benötigt, sollte unverzüglich einen Antrag beim Maschinenring stellen.  Dieser gilt gleichzeitig auch als Antrag für eine SVB-Leistung aus dem Gesundheitswesen.


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