Aktionsplan Sichere Almen vorgestellt

Einen Vier-Punkte Aktionsplan Sichere Almen haben heute Kanzler Kurz, die Ministerinnen Köstinger und Hartinger-Klein sowie LK-Präsident Josef Moosbrugger vorgestellt. Mit mehr Eigenverantwortung der Wanderer und einer Gesetzesänderung soll das Fortbestehen der Almwirtschaft in Österreich gesichert werden.

Wollen "Gutes Miteinander von Almwirtschaft und Tourismus": Josef Mossbrugger, Elisabeth Köstinger, Sebastian Kurz, Beate Hartinger-Klein (v.l.) (Bildquelle: BMNT )

"Der Fall des Tiroler Almbauern ist mehr als ein Einzelfall. Es geht vielmehr um das künfitge Miteinander von Almwirtschaft und Tourismus. Sie brauchen und bedingen einander, erklärte heute Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Pressekonferenz in Wien. Es stört uns, dass aufgrund des Urteils Bauern in Sorge und das angesprochene Miteinander von Almwirtschaft und Tourismus in Gefahr sind." Ziel des akutellen Aktionsplanes sei es laut Kurz, die Eigenverantwortung der Gäste zu stärken und gleichzeitig die Sicherheit der Bauern zu erhöhen.

Vorgaben wie die FIS-Regeln bis Mitte April

BMNT-Ministerin Elisabeth Köstinger erläuterte, wie der Aktionsplan im Detail aussehen soll. Es geht dabei um folgenden 4-Punkte-Plan: 

1. Es wird einen Verhaltenskodex für Wanderer auf Almen und Weiden geben. Dieser wird u.a. den Abstand von Wanderen zu Mutterkühen und das Verhalten der Wanderer mit Hunden festlegen. Sie können sich dies ähnlich vorstellen wie die 10 FIS-Regeln beim Skifahren, so Köstinger. Eine Arbeitsgruppe wird diesen Verhaltenskodex bis Mitte April ausarbeiten.

2. Weiters wird ein Ratgeber für Alm- und Weidewirtschafter ausgearbeitet. Dieser beinhaltet Punkte wie Hinweistafeln, Einzäunungen, Abgrenzungen etc. Auch dieser wird von einer Arbeitsgruppe bis Mitte April erarbeitet.

3. Im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) wird der §13/20 ergänzt durch einen Passus, wonach im Schadensfall auf einer Alm der Verhaltenskodex herangezogen wird. Damit wird die Eigenverantwortung eines jeden Almbesuchers gestärkt, so Köstinger.

4. Im Bereich der Versicherungslösungen soll es eine Evaluierung geben. Wo es Lücken gibt, sollen Lösungen zur Verfügung gestellt werden, erklärte Köstinger.

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Torsten Altmann

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