Almflächen: Bergbauern bekommen Geld zurück

Nach der Prüfung von rund 10.000 Kammerbestätigungen werden Ende August rund 80-90% der Bauern die bezahlten Strafzahlungen rückerstattet bekommen. Außerdem werden für die Einheitliche Betriebsprämie 2013 rund 22.5 Mio. € an ca. 6.100 Antragsteller von der AMA nachbezahlt.

Günter Griesmayr, Vorstandsvorsitzender der AMA (Bildquelle: )

Die neu berechneten Beträge der Einheitlichen Betriebsprämie ergeben sich daher, da die Bestätigungen für Almflächen von den Landwirtschaftskammern teilweise berücksichtigt wurden. Aufgrund des geltenden EU-Rechtes sind keine Strafzahlungen notwendig, wenn den Förderwerber keine Schuld an den unrichtigen Flächenangaben trifft. Ende April wurden 530.000 € an betroffene Betrieb zurückgezahlt und nach der Prüfung der rund 10.000 Kammerbestätigungen, die bis zu 20% Flächenabweichungen zeigen, werden die restlichen Strafzahlungen rückerstattet. Nach Aussage der Pressesprecherin des Bundesministeriums Magdalena Rauscher Weber werden es Auszahlungen in Millionenhöhe sein. Genaueres wisse man aber erst Ende August. Besonders schwierige Fälle werden durch den ins Leben gerufenen „Härtefonds“ unterstützt, indem die Länder Geld vom Ministerium bekommen, ergänzt die Pressesprecherin.
 
Aufgrund geltender EU-Vorgaben war die Auszahlung der Einheitlichen Betriebsprämie erst nach zahlreichen Kontrollen zur Beihilfefähigkeit eines Antrages möglich. Dies ist auch der Grund, warum viele Betriebe bei der Auszahlung im Dezember 2013 nicht berücksichtigt wurden. Laut dem Vorstandsvorsitzender der AMA Günter Griesmayr werden in Summe insgesamt rund EUR 612,8 Mio. für die Einheitliche Betriebsprämie für das Antragsjahr 2013 überwiesen.  
 
Im Rahmen der Regional- und Investitionsoffensive der Ländlichen Entwicklung" werden außerdem über 2.000 Betriebe rund EUR 18,9 Mio. erhalten.
 
Kürzungen der EU-Agrargelder
Die AMA teilte außerdem mit, dass eine leichte Reduktion der EU-Agrargelder vorgesehen ist und daher alle Direktzahlungen über EUR 2.000,- für das Antragsjahr 2013 um rund 2,45% gekürzt werden müssen. Eine Beschwerde gegen den Bescheid ist innerhalb von vier Wochen nach Zustellung möglich, so die AMA.  

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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Strasser: „50 Mio. € Entlastung für die Bauernfamilien!"

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