Corona-Investitionsprämie für die Landwirtschaft

Am 1. März ist es zu spät!

Die im Herbst 2020 geschaffene Corona-Investitionsprämie soll den Betrieben dabei helfen, auch in der Krise notwendige Investitionen zu tätigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Bisher wurden 33.000 Anträge eingereicht. Noch bis 28. Feber ist diese Förderschiene für Land- und Forstwirte offen.

Symbolbild

Nur mehr bis Monatsende können für die Corona-Investitionsförderprämie Anträge eingereicht werden. (Bildquelle: screenshot/WKÖ)

„Der Erfolg der Investitionsprämie im landwirtschaftlichen Bereich kann sich sehen lassen“, so Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einer ersten Zwischenbilanz über die Inanspruchnahme der Corona-Invesititionsprämie.

Demnach wurden bis 7. Feber beim Austria Wirtschaftsservice (aws) fast 33.000 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Mrd. € in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung gestellt. Das Fördervolumen liegt bei 314,2 Mio. €. Fast 40 % der beantragten Investitionen erfüllen die ökologischen Kriterien, um die Förderungshöhe von 7 auf 14 % zu verdoppeln.

Tabelle

Übersicht über die Anträge und die AUfteilung der Prämien (Bildquelle: BMLRT)

„Unsere Betriebe investieren auch in Krisenzeiten, um fit für die Zukunft zu sein. Von neuen landwirtschaftlichen Fahrzeugen, über PV-Anlagen auf Stalldächern, Biomasse-Anlagen, bis hin zur Modernisierung von Geräten ist alles dabei. Auch die Einrichtung einer neuen Homepage für Direktvermarkter ist förderfähig. Diese Prämie hat ein gewaltiges Volumen an Investitionen ausgelöst. Das stärkt nicht nur die investierenden Betriebe, sondern hilft auch den Herstellern und der gesamten Wirtschaft durch die Krise zu kommen“, stellte Köstinger via Aussendung fest.

Die wichtigsten Rahmenbedingungen

Zur Erinnerung die rechtlichen Vorgaben und Anspruchsvoraussetzungen für die Corona-Investitionsprämie:

  • Die Antragstellung ist bis zum 28, Feber 2021 über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) möglich.
  • Der Investitionsbeginn muss vor dem 1. Juni 2021. liegen.
  • Der Durchführungszeitraum für Investitionen bis 20 Mio. € wurde auf den 28. Februar 2023 verlängert.
  • Die Unter- und Obergrenzen des Investitionsvolumens liegen zwischen 5.000 und 50 Mio. € (ohne USt) pro Betrieb.
  • Die Höhe des Zuschusses liegt bei 7 % der förderfähigen Investitionen. Zum Beispiel für den Bau einer neuen Getreidehalle oder den Kauf von Zuchttieren.·
  • Für besonders ökologisch verträgliche Investitionen verdoppelt sich die Prämie auf 14 %. Damit können beispielsweise Photovoltaikanlagen oder Biomasse-Anlagen gefördert werden.
  • Diese Prämie gibt es zusätzlich zu schon bestehenden Förderinstrumenten.

Nicht förderungsfähige Investitionen

Ausgeschlossen von der Förderung sind:

  • Klimaschädliche Investitionen:
    -> Dazu zählen vor allem Fahrzeuge, die mit fossilen Energieträgern angetrieben werden. Ausgenommen davon sind lediglich selbstfahrende Arbeitsmaschinen- welche jedoch mit Motoren der Abgasstufe 5 ausgerüstet sein müssen. Diese werden mit 7% der Nettokosten gefördert, außer der Antrieb erfolgt elektrisch. In solchen Fällen erhöht sich der Fördersatz auf 14%.
    -> Das betrifft unter anderem:
    Selbstfahrender Mähdrescher, - Häcksler, -Rübenerntemaschine, ...Hoflader (E-Hoflader 14 %), Radlader, TeleskopladerTraktor (E-Traktor 14 %)
    -> Auch Anbaugeräte, gezogene auswechselbare Geräte und Anhänger im landwirtschaftlichen Bereich zählen nicht zu den klimaschädlichen Investitionen und sind somit förderfähig, wenn sie separat beantragt werden.
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen (außer diese werden im antragstellenden Unternehmen aktiviert)
  • Kosten ohne Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition (Bsp.: Privatanteile an einer Investition)
  • Erwerb von Gebäude, Gebäudeteilen und Grundstücken
  • Bau/Ausbau von Wohngebäuden zum Verkauf bzw. zur Vermietung an Private
  • Unternehmensübernahmen, Erwerb von Beteiligungen
  • Finanzanlagen
  • Umsatzsteuer

Die Kosten müssen im Zusammenhang mit der unternehmerischen Tätigkeit stehen. Kosten, die privaten Zwecken dienen können nicht gefördert werden und es hat eine Abgrenzungsberechnung von betrieblich/privat zu erfolgen.

Hinweise zu den Antragszusagen

Alle Anträge, die im Betrachtungszeitraum zwischen 1. September 2020 und 28. Februar 2021 gestellt werden, sind aufgrund der beihilferechtlichen Konstruktion als allgemeine Maßnahme jedenfalls zu bedienen. Das bedeutet, Anträge auf Investitionsprämie können weiterhin bis 28. Feber 2021 bei der aws eingebracht werden. Wenn die Anträge förderfähig sind, ist der jeweilige Zuschuss auch zu gewähren.

Anträge, die bis spätestens 1. Februar 2021 bei der Antragsstelle aws eingebracht wurden und bislang noch keine Zusage erhalten haben, können nach Beauftragung des Bundes zugesagt werden.

Anträge, die in der Zeit von 2. bis 28. Februar 2021 bei der aws eingebracht werden und bislang noch keine Zusage erhalten haben, können erst nach einer weiteren Gesetzesänderung zur Budgeterhöhung zugesagt werden.

Kontakt zur Antragsstelle aws


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