Verlustersatz für indirekt Betroffene

Erste Anträge möglich, Richtlinie fehlt noch

Seit 15. Feber können Anträge für „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ im Bereich des Wein- und des Schweinesektors (Ferkelaufzucht und- Schweinemast) gestellt werden. Für den Kartoffelbereich wird die Sonderrichtlinie noch ausgearbeitet. Dann erst wird sie verlautbart.

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Die Rinder- und Milchbauern haben keine Chance auf Gelder aus der Corona-Maßnahme "Verlustersatz für indirekt Betroffene". Die Rückgänge der Deckungsbeiträge erreichen bei diesen Betriebszweigen in keinem Monat 30%. (Bildquelle: pixabay.com)

Wie am 10. Feber berichtet wurde im Landwirtschaftsministerium (BMLRT) bis zu letzten Minute an den Vergabespielregeln für den "Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft" gebastelt. Seit Montag 15. Feber, 17 Uhr können Anträge für „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ im Bereich des Wein- und des Schweinesektors (Ferkelaufzucht und- Schweinemast) auf der eAMA-Plattform der AMA gestellt werden.

Die Sonderrichtlinie für den Bereich der Produktion von Speise- und Saatkartoffeln ist derzeit noch in Ausarbeitung. Erst danach wird die gesamte Sonderrichtlinie vom BMLRT verlautbart werden.

Für die Maßnahme stehen insgesamt bis zu 60 Mio. € aus Mitteln des BMLRT zur Verfügung. Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Auf Grund des zu erwartenden hohen Antragsstellungen dürfte es zu aliquoten Kürzungen kommen.

Der Verlustersatz beruht auf folgenden Grundsätzen (für Wein gibt es ein eigenes Modell):

  • Pauschale Berechnung von Deckungsbeiträgen und Vollkosten der Produktion durch die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen.
  • Eine Förderung für einen bestimmten Betriebszweig kann dann angesprochen werden, wenn der Deckungsbeitrags-Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (vor-Corona) in zumindest einem Monat zwischen Oktober 2020 und März 2021 den Wert von 30% überschritten hat.

Dies ist nach den vorliegenden Berechnungen (bzw. Vorausschätzungen bis März 2021) der Fall für:

  • Zuchtsauenhaltung
  • Schweinemast
  • Eiererzeugung – Bodenhaltung
  • Speisekartoffelerzeugung
  • Saatkartoffelerzeugung

Für Sektoren wie z.B. die Rindermast ergeben sich niedrigere Deckungsbeitrags-Rückgänge in diesen Zeiträumen, sodass die Zugangsschwelle für diese Sektoren nicht erreicht wird.


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