BABF: Ehlers zur Leiterin bestellt, Proteste halten an

Désirée Ehlers wurde gestern zur neuen Leiterin der Bundesanstalt für Bergbauernfragen bestellt, wie Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich mitteilte. "Frau Ehlers hat sich im Bewerbungsverfahren als kompetent, engagiert und geeignet bewährt", so der Minister. Das sehen aber längst nicht alle so.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder heftige Proteste aus Agrarkreisen gegen die Besetzung der Position durch Ehlers gegeben. Unter anderem hatte der ehemalige Leiter der Bundesanstalt, Josef Krammer, der die Organisation seit 1984 aufgebaut hatte, in einem offenen Brief an Berlakovich die Bestellung der Leiterin  als Skandal bezeichnet. Sie besitze nicht die geforderten Fertigkeiten und Fähigkeiten zur Leitung einer agrar- und regionalwissenschaftlichen Bundesanstalt, so Krammer. Die Aussagen Krammers brachten ihm eine Anzeige durch die zuständige Staatsanwaltschaft ein. Eingeleitet hatte dieses Strafverfahren das Präsidium des Landwirtschaftsressorts im Ministerium. Erst im letzten Agrarausschuss des Parlamentes am 19. Mai ersuchte deshalb der Abgeordnete Josef Muchitsch (SPÖ) den Landwirtschaftsminister, die Anzeige gegen einen renommierten Hofrat im Zuge der Diskussion um die Leitungsbesetzung der Bundesanstalt für Bergbauern zurückzuziehen". Auch von vielen anderen Personen kamen Prostestschreiben an den Minister. Erst gestern veröffentlichten 14 als renommiert geltende Professoren eine Solidaritätserklärung für das Institut für Bergbauernfragen. Darin protestieren sie u.a. dagegen, dass durch die vorgesehene Nachbesetzung der Leitungsfunktion die Qualität und Effizienz der Arbeit und die Reputation dieser national und international anerkannten Forschungseinrichtung gefährdet sei. Es deute einiges darauf hin, dass bei der Auswahl der neuen Leitung andere Kriterien als die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen eine zentrale Rolle gespielt haben. Und die Unterzeichneten erwarten vom Bundesminister für BMLFUW, dass die erfolgte Entscheidung rückgängig gemacht werde und bei einem neuerlichen Auswahlverfahren die wissenschaftliche Qualifikation der Bewerber/innen  und ihre bisherigen Leitungs-Erfahrungen den Ausschlag geben sollten. Für den genauen Wortlaut klicken Sie auf die Solidaritätserklärung

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