Bienenschutz: Bio Austria fordert Verbot von Saatgut-Beizmittel

Heute wird an das Europaparlament vom Kampagnen-Netzwerk AVAAZ eine Petition für das Verbot von Neonicotinoiden übergeben, die von über 1,2 Millionen Bürgern unterstützt wurde. "Saatgut-Beizmittel auf Basis von Neonicotinoiden haben in den letzten Jahren nachweislich Bienenvölker getötet, ein Verbot dieser Substanzen zum Schutz der Bienen ist daher dringend notwendig", fordert Rudi Vierbauch, Obmann von Bio Austria.

Bio Austria appelliert an Bundesminister Berlakovich, ein nationales Zulassungsverbot zu erlassen, bis die Aktivitäten auf EU-Ebene Wirkung zeigen".

Nervengift schädigt Bienenvölker

In der konventionellen Landwirtschaft werde häufig Saatgut eingesetzt, das zum Schutz vor Schaderregern mit einem Pestizid gebeizt ist. Saatgutbeize, die Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide enthält, wirke als ein starkes Nervengift: Honigbienenvölker, aber auch andere Bestäuber und Nützlinge, zeigen eine zunehmende Sterblichkeit, erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und deutliche Vergiftungserscheinungen. In Österreich werde versucht, dieses Problem mit verpflichtenden Auflagen bei der Ausbringung von gebeiztem Saatgut zu lösen. Allerdings ohne großen Erfolg, letztes Jahr traten erneut Schäden an Bienenvölkern auf, so Bio Austria. Andere EU-Staaten wie Deutschland und Italien hätten bereits nationale Verbote erlassen.

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