Bio Austria: Rudi Vierbauch ist neuer Obmann

Rudi Vierbauch ist auf der gestrigen Bundesdelegierten-Versammlung zum neuen Obmann von Bio Austria gewählt worden. Er löst Hannes Tomic ab, der sich nach 12-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit im Biolandbau (davon die letzten drei Jahre als Obmann von Bio Austria) wieder voll auf seinen Betrieb in der Nähe von Völkermarkt konzentrieren will.

Rudi Vierbauch löst Hannes Tomic als Obmann bei Bio Austria ab.

Rudi Vierbauch löst Hannes Tomic als Obmann bei Bio Austria ab. (Bildquelle: )

Der neue Obmann stammt wie sein Vorgänger aus Kärnten, und zwar aus Obervellach im Drautal. Der 55-jährige Landwirt bewirtschaftet einen 50 ha-Betrieb mit Milchviehhaltung. Als Obmann der Kärntner Biobauern (2002 bis 2007) war er maßgeblich am Zustandekommen des Kärntner Gentechnik-Vorsorgegesetzes beteiligt. Seit 2004  ist er Vorstandsmitglied bei Bio Austria, weiters ist er im Vorstand der Kärntner Molkerei sowie bei der ARGE Bio-Rind tätig. Zu seinen agrar- und marktpolitischen Zielsetzungen zählt Vierbauch die Weiterentwicklung der österreichischen Biolandwirtschaft im Rahmen der aktuell laufenden Periode der Ländlichen Entwicklung. Auf der heutigen Pressekonferenz sagte er in diesem Zusammenhang: Wir haben dem Grünen Pakt zugestimmt. Wenn das Programm aufgrund der Einwände aus Brüssel aber wieder aufgeschnürt werden sollte, werden wir uns natürlich für weitere Verbesserungen im Biobereich einsetzen." Vor allem in der Vermarktung von Bioprodukten gäbe es hier noch viele Chancen. Für die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 muss die biologische Landwirtschaft als Leitbild etabliert werden, forderte Vierbauch weiter. Als weitere Ziele seiner Arbeit nannte Vierbauch eine faire Preisgestaltung für biologische Lebensmittel, Gentechnik-Freiheit, die Ökologisierung der Diskussion rund um nachwachsende Rohstoffe sowie das Österreichische Bio-Durchführungsgesetz.Vom Lebensmittelhandel erwartet sich Vierbauch konkrete Maßnahmen, um konventionellen Betrieben den Umstieg auf Bio zu erleichtern. Mit gewissen Abnahmegarantien für Umstellungsbetriebe könnte der Handel einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, so der Obmann. Zudem sollte der Handel Umstellungsware zu besseren Preisen als bisher abnehmen.


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