Bio-Schweinefleisch: Nachfrage größer als Angebot

Nicht nur in Österreich, in ganz Europa werden Bio-Schweinehalter gesucht. In Deutschland, Dänemark und Schweden steigen die Preise, denn durch die bestehenden Bio-Betriebe kann der Bedarf nicht gedeckt werden, teilt Bio Austria mit.Interessierte Betriebe in Niederösterreich können sich am Montag, 11.06., um 19.30 Uhr, im Gasthaus Püreschitz in Seibersdorf über den Einstieg in die Bio-Schweinehaltung informieren.

Experten erläutern dabei auch die Chancen am Bio-Schweinemarkt sowie die Details der Umstellung. Anmeldungen zu diesem Infoabend sind bis 06.06. unter Tel. 02742/90833 möglich.Die zweijährige Umstellungszeit bei den Flächen kann unter bestimmten Voraussetzungen in der Tierhaltung verkürzt werden, so Sonja Wlcek von Bio Austria. Sie berät in dieser Organisation die Schweine haltenden Betriebe. Sobald die Richtlinien der Bio-Schweinehaltung und -Schweinefütterung eingehalten werden, können die Tiere schon nach sechs Monaten als Bio-Tiere vermarktet werden. Hier kann also mit einem raschen Stallumbau und Futtermittelzukauf die teure Umstellungszeit deutlich reduziert werden, so Wlcek.Die EU-Verordnung, die für biologische Landwirtschaft zuständig ist, erlaubt für das Jahr 2008 ausnahmsweise 80% Umstellerware von eigenen Flächen in den Schweinefuttermitteln (bisher und ab 2009 wiederum 60%). Das bedeutet, dass bei Unterzeichnung eines Bio-Kontrollvertrages noch vor der heurigen Ernte die kommende Ernte schon Umstellerware ist und fast komplett an die eigenen Bio-Schweine verfüttert werden kann. Für Bio-Stallbauten werden jetzt besonders hohe Investitionsförderungen bereitgestellt. Bis 2010 werden Stallbauten für Bio-Tierhaltung mit 35% gefördert, das sind um 5% mehr als für besonders tierfreundliche Haltungssysteme, erläutert Wlcek.Derzeit werden Bio-Mastschweine sehr gut nachgefragt. Der Bedarf kann von den derzeitigen Bio-Mästern keinesfalls gedeckt werden. Dabei muss bedacht werden, dass Bio-Schweinehaltung im Vergleich zur konventionellen Haltung noch keine große Bedeutung hat: Nicht einmal 1% aller geschlachteten Schweine kommen aus einem Bio-Betrieb. Daher seien Bio-Schweinehalter im ganzen Bundesgebiet und besonders in Niederösterreich gesucht. Ein Umstieg von konventioneller Schweinehaltung sei aufgrund der hohen Haltungsanforderungen nicht ganz einfach, aber trotzdem möglich. Der gesamte Betrieb müsse auf Bio umgestellt werden. Mit einer umfangreichen Beratung sei dies aber gut zu schaffen. Nähere Informationen dazu sind unter der E-Mail-Adresse sonja.wlcek@bio-austria.at erhältlich.

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