Blühstreifen für oberösterreichs Bienen

Auf 100ha werden in Oberösterreich Bienenweiden angelegt, um den Honigproduzenten Pollen und Nektar zu liefern. „Unser Ziel ist es Bienenverluste zu reduzieren, sowie den Gesundheitszustand der Bienenvölker zu verbessern“, betont Landesobmann Max Hiegelsberger.

Bienenweiden werden in Oberösterreich angelegt

v.l.: Bauernbund Obmann Helmut Auinger, LKR Daniela Burgstaller, Agrarlandesrat und Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger und BBK-Obmann Bgm. Martin Dammayr bei der Aussat der Blühflächen. (Foto: OÖ Bauernbund) (Bildquelle: )

Der Erhalt von Bienenvölkern für die Landwirtschaft, für die Imker und für die Biodiversität der Ökosysteme ist von großem wirtschaftlichem und ökologischem Interesse. Die Bäuerinnen und Bauern setzen sich daher gemeinsam mit den Imkern für das Wohl der Bienen und Insekten ein. Auf Initiative von Bauernbund-Landesobmann, Agrarlandesrat Max Hiegelsberger werden derzeit auf insgesamt 100 Hektar in den Bauernbund-Ortsgruppen Bienenweiden angelegt, die den Honigproduzenten Pollen und Nektar liefern.
Bauern und Imker bilden seit Generationen eine Symbiose. Bienen leisten mit der Bestäubung unbezahlbares für die Landwirtschaft. Mit dem Projekt Bienenweide" soll dem Bienenschutz langfristig eine noch größere Bedeutung zukommen“, betont Landesobmann Max Hiegelsberger.

Bienensterben: Über 30% Verluste im Winter

Der Verlust ganzer Bienenvölkern kann nicht an einer Ursache alleine festgemacht werden. Er ist die Folge eines komplexen Systems und dem Zusammenwirken unterschiedlicher Elemente. Vor allem der untypische und für die Entwicklung der Bienenvölker äußerst ungünstige Witterungsverlauf der vergangene beiden Jahre in Verbindung mit einer starken Vermehrung der Varroamilbe sind dabei eine der Hauptgründe. Der oberösterreichische Landesverband für Bienenzucht rechnet mit durchschnittlich 31 Prozent Ausfällen an Bienenvölkern im vergangenen Winter. „Unser Ziel ist es Bienenverluste zu reduzieren, sowie den Gesundheitszustand der Bienenvölker zu verbessern“, weist Hiegelsberger ebenso auf die Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hin. „Zusätzlich werden hier Biodiversitätsflächen geschaffen und im Rahmen einer Fruchtfolgegestaltung wird die Artenvielfalt in der Landwirtschaft erweitert.“

Die Verbesserung und der Erhalt des Nahrungsangebotes für Bienen und Wildinsekten stellen einen zentralen Punkt einer Bienenschutzstrategie dar. Dabei sind Möglichkeiten über den landwirtschaftlichen Bereich hinaus mit einzubeziehen. „Neben den Bienenweiden und Blühflächen sind auch die Hausgärten eine wichtige Nahrungsquelle“, regt Hiegelsberger den Erhalt von Blumenwiesen in den Hausgärten als Pollen- und Nektar-Speisekammer an. „Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung, damit wir auch weiterhin das Summen der Bienen und  damit die volle Pracht der blühenden Blumen, Sträucher und Bäume erleben dürfen.“

Drei Millionen Blüten für ein Glas Honig

Der sprichwörtliche Fleiß der Bienen ist gerade jetzt in der Blütezeit vieler Bäume, Sträucher und Kulturpflanzen besonders sichtbar. Für jedes Glas Honig fliegen die Bienen ca. 3 Millionen Blüten an und 50.000mal vom Bienenstock zu den Blüten und zurück. Sie tragen somit erheblich zum Erhalt von Wild- und Kulturpflanzen und deren Erträgen bei. Die Bienen zählen zu den weltweit wichtigsten Bestäubern. Rund 80 Prozent der Blütenpflanzen werden von Bienen bestäubt, ihre ökologische Bedeutung ist daher beträchtlich.


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