Blühstreifenaktion erfolgreich gestartet

"Geht es den Bienen gut, dann geht es auch der Landwirtschaft gut" - unter diesem Motto organisieren das Bienenzentrum Oberösterreich und der Maschinenring OÖ die Kampagne "Blühstreifenaktion - mach mit" zur Aussaat von Blühstreifen im kombinierten Anbau inklusive Spezialsaatgut. "Ziel ist es, viele Kilometer Blühstreifen in Oberösterreich anzulegen, um verstärkt Nahrungsgrundlagen und Lebensräume zu schaffen", erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker.

Blüte

Die Anfragen bezüglich Blühstreifen bzw. Blühflächen reichen von 4 Quadratmeter bis 5 ha. (Bildquelle: pixabay )

"Eine blühende Landschaf ist für das Überleben der Wild- und Honigbienen und blütenbestäubenden Insekten von entscheidender Bedeutung. Vor allem im Hoch- und Spätsommer ist für Bienen eine ausreichende Nahrung wichtig. Hier wächst die Jungbrut für den Winter heran. Das Überleben des Bienenstockes hängt in der kalten Jahreszeit von diesen ab. Je besser das Pollenangebot in Menge und Vielfalt, desto gesünder und langlebiger sind die Winterbienen und desto widerstandsfähiger sind sie gegenüber weiteren Belastungen., so Reisecker.

Im Rahmen der Blühstreifenaktion werden zwei Saatgutmischungen der Kärntner Saatbau angeboten. Das Saatgut stammt ursprünglich aus heimischen Wildsammlungen und wird nach den Vorgaben der Zertifikatsrichtlinien (G-Zert, REWISA) von Landwirten in Ober- und Niederösterreich vermehrt. Der größte Teil des Saatgutes stammt aus damit heimischer Produktion. Der Preis pro Laufmeter Blühstreifen liegt je nach Saatgutmischung zwischen 15 und 30 Cent plus 10 Euro Pauschale für die Anfahrt. Die Anlage übernimmt der ortsansässige Maschinenring. Im Preis inkludiert sind Saatgut inklusive Aussaat pro Laufmeter mit einer drei Meter breiten Sämaschine, ergänzt Petra Haslgrübler vom Bienenzentrum Oberösterreich.

Großes Interesse an der Aktion

"Das Interesse an der Blühstreifenaktion ist enorm hoch, vor allem bei Privatpersonen, die in ihrem Garten etwas Gutes für die Bienen tun wollen. Die Anfragen bezüglich Blühstreifen oder Blühflächen reichen von 4 Quadratmeter bis 5 ha, berichtet Roman Braun, Leiter der Agrarbetreuung des Maschinenrings OÖ.

"Die Oberösterreicher sind sich der unverzichtbaren Leistungen der Bienen und Imker voll bewusst. Daher unterstützt das Agrarressort des Landes diesen Bereich mit ganzheitlichen und langfristigen Strategien. Auch unsere rund 7.600 Imkerinnen und Imker werden daher mit einer Reihe von Maßnahmen, die die Aufrechterhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der kleinstrukturierten und flächendeckenden Bienenhaltung zum Ziel haben, gefördert. Und auch die oö. Regionen und Gemeinden greifen die Förderung der Bienen aktiv auf. So gibt es in unserem Bundesland bereits 15 LEADER-Projekte die sich den Bienen und der Imkerei widmen, betont Landesrat Max Hiegelsberger.
 


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