Bodenschätzung: Worauf Sie jetzt achten sollten!

In den nächsten Wochen beginnen österreichweit wieder die Außenaufnahmen durch Finanzbeamte, die so genannte "Bodenschätzung". Die LBG gibt dazu aktuell wichtige Hinweise und Tipps:

Bereits bei Beginn des Schätzungsverfahrens sollten Landwirte die Schätzer auf Boden- und Ertragsmängel hinweisen! Dazu zählen Unzulänglichkeiten der Böden (z.B. Staunässe) oder bekannte Ertragseinbußen (z.B. Ertragsausfälle bei Trockenheit). Somit können diese anlässlich der Bewertung berücksichtigt werden.Nehmen Sie innerhalb der Offenlegungsfrist Einsicht! Nachdem alle landwirtschaftlichen Böden einer Gemeinde bewertet sind, erfolgt eine so genannte Offenlegung der Schätzkarten, die aus rechtlicher Sicht Bescheide sind. Innerhalb der Offenlegungsfrist (meist ein Monat) besteht die Möglichkeit, in die Schätzkarten Einsicht zu nehmen und innerhalb eines weiteren Monats gegen die Ergebnisse der Bodenschätzung Berufung zu erheben.Berufen Sie Gegen Schätzungs-Fehler innerhalb eines Monats! Falls man in der Schätzkarte Fehler zu seinem Nachteil vorfindet, muss man unbedingt innerhalb der Monatsfrist eine Berufung einbringen, da ansonsten die Schätzung und damit auch die natürlichen Ertragsbedingungen (Bodenklimazahl) rechtskräftig werden.In weiterer Folge wird von der Finanzverwaltung für jeden Landwirt der geschätzten Gemeinde die Bodenklimazahl neu berechnet und anhand eines Richtbetriebes die wirtschaftlichen Ertragsbedingungen neu festgestellt. Falls die Wertfortschreibungsgrenzen (5 % des Einheitswertes bzw. 3.650 €) überschritten sind, wird der Einheitswert neu festgestellt und dem Landwirt ein Bescheid zugestellt.Gegen diesen Bescheid kann man dann nur mehr wegen Änderungen der wirtschaftlichen Ertragsbedingungen (z.B. größere Entfernung zum Lagerhaus wegen Standortveränderung) Berufung erheben. Eine Berufung gegen die Ergebnisse der Bodenschätzung ist nicht mehr möglich.Da die nächste Bodenschätzung erst in zwanzig bis dreißig Jahren zu erwarten ist, bedeutet ein höherer Einheitswert aufgrund der Bodenschätzung langfristig höhere Sozialversicherungsbeiträge, höhere Grundsteuern, höhere Kirchenbeiträge und bei vollpauschalierten Landwirten natürlich auch höhere Einkommensteuern.Für weitere Hinweise rufen Sie Tel: 01/531 05-720 bzw. schauen auf die Homepage unter www.lbg.at

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