Breitbandausbau: Ab 2016 fließen insgesamt 1 Mrd. €

1 Mrd. € an Gesamtförderung für den Breitbandausbau stellen Finanz- und Verkehrsministerium zur Verfügung. Die ersten 200 Mio. € sollen 2016 fließen.

Breitband

Foto: M-net (Bildquelle: )

Darauf haben sich heute Finanzminister Michael Spindelegger und Verkehrsministerin Doris Bures geeinigt. Dieser Beschluss im Bund müsse vor allem für die Regionen gelten, um hier bestehende Nachteile auszugleichen, so der Tiroler Landtagsabgeordnete Hermann Kuenz in einer ersten Reaktion.

Zusätzlich 50 Mio. € des Landes Tirol

Die zusätzlichen 50 Mio. € aus der Initiative des Landes Tirol würden auf eine rasche Umsetzung hoffen lassen. Aufgrund der Zusicherung der Netzbetreiber, jeden eingesetzten Euro zu verdoppeln, sei mit einem Boom zu rechnen, so Kuenz. Ressortchefin Bures sei nun gefordert, einen geeigneten Masterplan auf den Tisch zu legen, um vor allem die unterversorgten Gebiete zu erschließen".

Der Abgeordnete sieht im Breitband eine Zukunftsaktie für die Regionen. Alle Bereiche sind betroffen. Von einer Internetanbindung auf Glasfaserniveau profitieren Private, Gewerbe und Tourismus. 2020 muss Österreich die digitale Kluft zwischen Stadt und Land überwunden haben, appelliert Kuenz.


Auch LK-Präsident Hermann Schultes zegit sich erfreut über den Beschluss: Wir begrüßen die heutige Einigung der Regierung über den Ausbau leistungsfähiger Datennetze als positives Signal für die peripheren Gebiete des ländlichen Raums. Eine flächendeckende Versorgung dieser Bereiche mit Breitbandinternet lässt Stadt und Land einander näher rücken. Forderung ist, dass die Bewohner am Land dieselben Chancen haben müssen, wie die Menschen in den Ballungsgebieten."

Schwarzmann: Chancen für Bäuerinnen

"Der Breitbandausbau sichert auch die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt. Denn heute werden bereits zahlreiche Betriebe im Nebenerwerb von Bäuerinnen geführt und bieten ein zusätzliches Standbein, wie Urlaub am Bauernhof, Direktvermarktung, Seminarbäuerinnen, Schule am Bauernhof, Green Care usw., an. Diese sehr dienstleistungsorientierten Sparten machen die digitale Anbindung an die Datennetze notwendig. Darüber hinaus kommen heute immer mehr Bäuerinnen aus nicht-agrarischen Berufen und ein leistungsfähiges Datennetz ermöglicht ihnen auch am Land, ihrer erlernten Tätigkeit nachzugehen, ergänzte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen, Andrea Schwarzmann.


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