China und Korea wollen Fleisch aus Österreich

Österreich wird Schweinefleisch, Speck und Wurst nach China und Korea liefern dürfen. Das verlautbarte Minister Andrä Rupprechter auf seiner Asienreise. Im Rahmen der vom Ministerium ins Leben gerufenen „Exportinitiative-neu“ für Lebensmittel, Agrarprodukte und Umwelttechnologie wollen China und Korea aber nicht nur Österreichisches Schweinefleisch.

Fleisch

(Bildquelle: )

"Die Nachfrage nach hochwertigen, und nachhaltig produzierten Lebensmitteln steigt in China ständig. Wir können beste Qualität liefern, das wird die chinesischen Konsumenten überzeugen, freut sich Rupprechter über die Zusage der chinesischen Behörde. China gilt nicht nur aufgrund der Größe als wichtiger Absatzmarkt für Schweinefleisch, sondern auch, weil dort vor allem Produkte gefragt sind, die in Österreich kaum nachgefragt werden. „In China sind viele Teile vom Schwein,  die wir wegschmeißen, eine Delikatesse, die wir für gutes Geld verkaufen können“, sagte der Waldviertler Unternehmer Alfred Dachsberger jun. im Kurier. Also etwa Schweinekopf, Schweinebauch und eben spezielle lokale Delikatessen wie der Mond-Knoche (kleines Stück Knorpel am Schulterplatt des Schweines).

Die Unterzeichnung der Verträge soll in den nächsten Wochen in Wien stattfinden. Das hat der Leiter der chinesischen Veterinärbehörde, Wu Qinghai, bei einem Treffen mit Rupprechter in Peking zugesichert. Österreich exportiert jetzt bereits Käse, Fruchtsäfte, Wein, Zucker und Süßwaren nach China.

Speck und Wurst

Österreich exportiert bereits Schweinefleisch nach Korea. Die Verarbeitungsprodukte sowie Rindfleisch sollen nun folgen.

Korea: Appetit auf Speck, Wurst und Rindfleisch
Auch Korea will demnächst den Import von verarbeitetem Schweinefleisch aus Österreich zulassen. Das hat Rupprechter mit dem koreanischen Agrarminister Lee Jun-Won bei einem persönlichen Gespräch in Seoul ausverhandelt. Der Minister sprach nach dem Treffen mit dem koreanischen Minister von einem Durchbruch". Der  Zugang zu diesem Markt mit 50 Millionen Einwohnern und wachsender Kaufkraft ist eine große Chance für die heimischen Bauern die wir nutzen werden, so der Minister.

Derzeit ist nur der Export von unverarbeitetem Schweinefleisch nach Korea möglich, verarbeitetes Fleisch darf bisher nicht geliefert werden. Rupprechter ist überzeugt, dass die Koreaner Appetit auf Speck und Wurst aus Österreich bekommen.

Positive Signale gibt es auch hinsichtlich des Exports von Rindfleisch. Rupprechter erhielt die Zusage, dass Korea demnächst mit Österreich über den Import von Rindfleisch verhandeln werde. Derzeit gibt es mit den ersten EU-Ländern Gespräche über die wegen der BSE-Fälle gesperrten Rindfleischexporte. In der nächsten Verhandlungsrunde wird auch Österreich dabei sein.

Österreichische Umwelttechnologie bald in Korea?
Große Chancen sieht Rupprechter auch im Bereich der Umwelttechnologie. Mehrere renommierte österreichische Unternehmen nahmen diese Woche am österreichischen Umweltsymposium der Außenwirtschaft Austria in Seoul teil. Gerade im Umweltbereich hat Korea durch das schnelle Wirtschaftswachstum großen Bedarf. Für österreichische Unternehmen sieht Rupprechter Chancen vor allem im Abfall- und Abwassermanagement oder bei erneuerbaren Energien da die koreanische  Regierung derzeit massiv in die green economy" investiert. Potenzial gibt es auch im Bereich Mobilität, Passivhaustechnologie, Solar, und Photovoltaik. (AIZ)
 
 


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