Claas peilt wieder 3 Milliarden € Umsatz an

Das Landtechnikunternehmen Claas peilt im laufenden Geschäftsjahr 2011 die Umsatzmarke von 3 Mrd. € an. "Die Welt kauft wieder Landtechnik", berichtete der Sprecher der Claas-Geschäftsführung, Theo Freye, am vergangenen Mittwoch vor Journalisten in Reims. Zuvor hatte der Landmaschinenkonzern mit Hauptsitz in Harsewinkel nur im Boom-Jahr 2008 einen höheren Umsatz erzielt, und zwar 3,24 Mrd Euro.

Danach war es im Zuge der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zu deutlichen Umsatzeinbußen gekommen. Im Geschäftsjahr 2010 konnte die Claas-Gruppe insgesamt nur noch 2 475 Mio € umsetzen. In der Krise der vergangenen Jahre habe das Unternehmen allerdings mit hohen Investitionen aus eigener Kraft neue innovative Technik entwickelt und die Produktionsprozesse weiter optimiert, betonte Freye. Jetzt sei man für die steigende Nachfrage gut aufgestellt. Dabei sieht der Claas-Chef global eine Steigerung der Marktpotentiale für Landtechnik. Besonders die Zunahme der Absatzzahlen in Russland, Ost- und Südosteuropa sei bemerkenswert. Dort habe das Unternehmen Umsatzeinbrüche von bis zu 70 % zu verkraften gehabt. Jetzt sehe man wieder Umsatzzuwächse in allen Produktlinien, stellte der Konzernchef fest. Dadurch seien auch die Anlagen gut ausgelastet; sie arbeiteten vielfach an den Kapazitätsgrenzen. Erste Probleme zeigen sich bereits bei den Zulieferern, die mit der wieder steigenden Landtechniknachfrage kaum Schritt halten könnten.

Wermutstropfen Motorenbereich

Die gute Konjunktur treffe alle Anbieter. Sie werde vom Markt als nachhaltig eingeschätzt, führte Freye aus. Von der positiven Marktentwicklung sind dem Sprecher der Claas-Geschäftsführung zufolge sowohl das Mähdreschergeschäft in dem Unternehmen als auch die übrigen Segmente betroffen. Ein Wermutstropfen bleibe aber die hohe Nachfrage und die zunehmenden Umweltanforderungen insbesondere im Motorenbereich. Dies habe bei den Vorlieferanten zu Preiserhöhungen in einer Größenordnung zwischen 7 % und 30 % geführt. Diese Aufschläge müssten zumindest teilweise an die Kunden weitergereicht werden, was bedeute, dass für die Landwirtschaft Landtechnik teurer werde, erklärte Freye. Angesichts der positiven konjunkturellen Aussichten in der Agrarwirtschaft weltweit sei dies jedoch verkraftbar, zumal der Wettbewerb keine ungezügelten" Preiserhöhungen zulassen werde (AGE).


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