Donau Soja baut europäisches Netzwerk aus

Auf eine gemeinsame Vision für eine europäische Eiweißstrategie verständigten sich hochrangige Mitglieder von Landwirtschaftsministerien aus vier weiteren Ländern im Rahmen des vierten Donau Soja Kongresses gemeinsam mit Donau Soja und dem stellvertretenden ungarischen Minister István Nagy.

Foto: Archiv (Bildquelle: )

István Nagy, stellvertretender Landwirtschaftsminister vertrat Ungarn auf dem in Budapest stattfindenden Event. Der Verein Donau Soja und das Landwirtschaftsministerium organisierten den Kongress gemeinsam.

„Seit jeher setzen wir uns für hochqualitative, gesunde aber vor allem leistbare Lebensmittel ein“ betont István Nagy. „Der Schlüssel zu einer sicheren Nahrungsmittelproduktion ist die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken, und die Produktion gentechnikfreier Sojabohnen ist hierfür essenziell“, sagt der stellvertretende Minister.

Die gemeinsame Vision der Kongressteilnehmer ist 50% des Futter-Eiweißbedarfs in Europa 2025 mit europäischem Soja und heimischen Leguminosen zu decken. Dafür muss laut einer Aussendung des Vereins Donau Soja der Sojabedarf in Futtermischungen reduziert, und der Anbau von Soja und anderen Leguminosen gefördert werden.

Das Bekenntnis zu einer nachhaltigen Sojaversorgung fördere die Fruchtfolge, die Entwicklung des ländlichen Raumes und die Ost-West-Integration Europas.
„Derzeit werden lediglich auf knapp über 2% der landwirtschaftlichen Fläche in Europa Leguminosen angebaut“ sagt Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja. „Um weiterhin unseren Weg erfolgreich zu beschreiten, müssen wir unsere Landwirte motivieren, mehr Leguminosen anzubauen. Denn Stabilität in Menge, Ertrag und Qualität ist die Voraussetzung für eine funktionierende und nachhaltige Lebensmittelindustrie,“ betont Krön.

Die Kernherausforderung und Aufgabe der europäischen Landwirtschaft sei es, ihre selbstständige und ökologisch nachhaltige Versorgung von Eiweiß sicherzustellen. Dabei spiele der Umstieg zu zertifizierten Sojabohnen aus Europa eine Schlüsselrolle. Nur so könne ökonomische und ökologische Vorteile sichergestellt und langfristig garantiert werden.

Artikel geschrieben von

Weninger Lukas

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