Aus dem Heft

Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos Plus

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht! Wie wahr dieser Spruch ist, erleben gerade die Bio-Bauern.

"Bis zu 6000 Bio-Betriebe müssen sich neu orientieren.“ (Bildquelle: Altmann)

Da wurden über Jahre hinweg nationale Ausnahmen quasi erfunden, um Bio fast überall möglich zu machen. Und nun wird der lockere Umgang mit den Bio-Regeln zum Bumerang (siehe Seite 34 ff).

Worum geht es? Sind mit den Tieren gefährliche Straßen oder Gleisanlagen zu queren bzw. die Weiden über 200 m von der Hofstelle entfernt, sieht Österreich diese Flächen als nicht weidefähig an. Auf solchen Betrieben müssen Bio-Tiere also nicht auf die Weide. Was für seltene Einzelfälle gedacht war, wurde in den Augen der EU zur Regel. Es soll gar nicht wenige Milchviehbetriebe geben, auf denen die Bio-Tiere nie eine Weide sehen.

Nationalen Stellen ist das Weideproblem schon seit Jahren bekannt. Doch man tat nichts. 2017 reichte es der EU-Kommission und sie hielt vor Ort Nachschau. Auch andere Ausnahmen sahen die Prüfer im Zuge ihres Besuches nicht von der EU-Bio-Verordnung gedeckt. Nun sind sie so...

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