Energiebilanz 2015: Anteil erneubarer Energien liegt bei 33%

Die heimische Stromproduktion aus Windkraft und Photovoltaik ist im Jahr 2015 um ein Viertel gestiegen. Daneben ging die Erzeugung aus Wasserkraft um 10% zurück. Die Auslandsabhängigkeit Österreichs ist weiterhin hoch, hat sich aber im Vergleich zu 2014 um 5% verringert. Das teilte die Statistik Austria mit.

windkraft

Foto: Archiv (Bildquelle: )

In Österreich ist der Energieverbrauch 2015 aufgrund der tieferen Außentemperaturen gegenüber dem Vorjahr um rund 3% auf 1.090 Petajoule (PJ) gestiegen. Dabei erhöhte sich der Bedarf an erneuerbaren Energieträgern und Erdölprodukten um jeweils 3% auf 172 PJ beziehungsweise 413 PJ sowie an Erdgas um 2% auf 180 PJ. Gesunken ist dagegen der energetische Endverbrauch bei den brennbaren Abfällen um 4% auf 10 PJ, wie aus der vorläufigen Energiebilanz der Statistik Austria hervorgeht.

Die gesamte Stromproduktion war mit 222 PJ ungefähr gleich hoch wie im Vorjahr. Die Erzeugung dafür aus Wasserkraft ging um 10% auf 133 PJ zurück, während hingegen die Produktion durch Windkraft und Photovoltaik um 25% auf 21 PJ anstieg. Nach den Berechnungsvorschriften gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen ergab sich gegenüber 2014 ein Anstieg der anrechenbaren Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen (Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Fotovoltaik und Geothermie) um rund 2%. 2015 wurden annähernd 70% des Gesamtstromverbrauchs in Österreich aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt, teilte Statistik Austria mit.

9% mehr Erneuerbare für Fernwärmeproduktion

Der Energieverbrauch für Fernwärme legte gegenüber dem Vorjahr um 6% auf etwa 77 PJ zu. Dabei stieg die Produktion von Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Umgebungs- und Solarwärme, Geothermie) um etwa 9%, womit 2015 annähernd 47% der genutzten Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt wurden. Der Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch (gemäß EU-Richtlinie 2009/28/EG) lag 2015 nach vorläufigen Berechnungen bei 33% und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Endgültige Daten werden am 30. November 2016 vorliegen.

Die Auslandsabhängigkeit Österreichs, berechnet als Außenhandelssaldo bezogen auf den Bruttoinlandsverbrauch, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozentpunkte auf 61%. Diese Reduktion ist im Wesentlichen auf den Lagerabbau bei Steinkohle sowie Naturgas zurückzuführen, so Statistik Austria. -AIZ-


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