Engerlinge: UBV fordert Geld aus Katastrophenfonds

Die Engerlingplage nimmt in manchen Grünlandregionen teils existenzbedrohliche Ausmaße an. Der UBV verlangt daher die Öffnung des Katastrophenfonds für die betroffenen Bauern.

Im Extremfall vermehren sich die Schädlinge auf bis zu 500 Käfer pro Quadratmeter. UBV-Frontmann Karl Keplinger fordert Katastrohenfonds-Geld zur Unterstützung der geschädigten Betriebe. (Bildquelle: Privat)

Wiesen, die fast leer gefressen sind, damit haben die Bauern zu kämpfen – nicht erst seit heuer, sondern bereits seit Jahren, sagte Michaela Langer-Weninger nach einem Engerling-Bericht des ORF Oberösterreich vom Mittwoch. Teilweise ist der Engelingbefall so stark, dass "die Wiesen fast leer gefressen sind und die Grasnarbe abgefressen worden ist. Das schaut aus wie Steppe – es ist praktisch kein Aufwuchs mehr da“, schildert die vor wenigen Tagen auch zur Vizepräsidentin der LK Österreich ernannte neue OÖ-Kammerchefin die Situation.

Bereits vor über einer Woche warnte Grünland-Experte Peter Früwirth von den teils katastrophalen Auswirkungen des heurigen Schädlingsbefalls im LK-Grünland-Newsletter.

Bauern zum Teil existenzbedroht

Neben dem Salzburger Flachgau sind auch die Bauern in den oberösterreichischen Bezirken Braunau und Rohrbach stark betroffen. Rund 25.000 ha Wiesen sind bereits in Oberöstererich durch die Engerling-Plage kaputt.

Durch die Trockenheit hat sich die Engerling-Problematik noch weiter zugespitzt. Für manche Bauern ist das eine Katastrophe. Sie haben kaum mehr Futter für die Tiere, denn die Heuernte fällt äußerst mager oder zum Teil komplett aus.

Einige Bauern sind laut Langer-Weninger daher bereits in ihrer Existenz bedroht: "Hier hilft nur noch, diese Wiesenflächen komplett neu anzulegen, um den Engerling zu bekämpfen und neue Standflächen aufzubauen."

Katastophenfonds-Gelder eingemahnt

Angesichts des riesigen Schadensausmaßes fordert der Obmann des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) und LKOÖ-Kammerrat Karl Keplinger die Öffnung des Katastrophenfonds für die Engerling-geschädigten Betriebe. Von Seiten der LK und dem Land OÖ stehen Reaktionen zu dieser Forderung noch aus.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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