Ennstal Milch: Neues Direktvermarkterregime vorerst vom Tisch

Groß war der Wirbel um neue Regeln für direktvermarktende Lieferanten der Ennstal Milch. Nach einem klärenden Gespräch zwischen Molkerei, Bauern und der Bezirksbauernkammer kommen die angekündigten Regeln vorerst nicht.

Die Molkereiführung setzte sich nun mit einigen der betroffenen Bauern und dem BBK-Obmann zu einem klärenden Gespräch zusammen. An einer Lösung wird nun gemeinsam gearbeitet. (Bildquelle: Werkbild)

"Das Gespräch gestern war äußerst konstruktiv und gut", berichtete BBK-Obmann Peter Kettner top agrar. Demnach wären sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass es eine prinzipielle Regelung für direktvermarktende Bauern bei ihrer Liefertätigkeit an die Molkerei brauche.

Molkerei beharrt auf Regelungsbedarf

Schon nach der IG-Milch Pressekonferenz letzten Mittwoch stellte die Ennstal Milch via Aussendung klar, dass sie sich "weder gegen die Direktvermarkter stellt, noch die Regionalentwicklung behindern will". Regeln zur Direktvermarktung seien aber notwendig.

Wie diese künftig aussehen werden, steht derzeit aber noch nicht fest. Die beabsichtigte 50%-Monatsregel bzw. der 60.000 kg-Jahresgrenzwert kommen so vorerst nicht. Werden diese Grenzen unterfahren bzw. gesprengt, war seitens der Molkerei ein Monatsabschlag von 5 Cent/kg bzw. ein Jahresabschlag von 10 Cent/kg vorgesehen gewesen. top agrar berichtete als Erster darüber.

Heuer keine neuen Lieferregeln mehr

"Die Hofberater schauen sich alle Direktvermarkter nochmals genau an. Dann wird man sich zu einem neuerlichen Gespräch zusammen setzen", berichtet der Kammerobmann weiters.

Auch rechnet Kettner nicht damit, dass es heuer noch zu neuen Regeln für direktvermarktende Lieferanten kommen werde. Insgesamt handelt es sich dabei auch nur um etwas mehr als ein Dutzend Milchbauern.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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