Erzeugermilchpreis stieg im Juni auf durchschnittlich 36,64 Ct

Im Juni lag der durchschnittliche österreichische Erzeugerpreis für Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß bei 36,64 Cent/kg, netto, meldet heute die AMA in ihrem Marktbericht Milch. In die Auswertung fließen alle Milchsorten ein.

OM

Die Obersteirische Molkerei führt das Milchpreisbarometer von top agrar Österreich im Juni an. Damit liegt die Berchtesgadener Land erstmals seit fast drei Jahren nicht mehr ganz vorn. (Bildquelle: Werkbild )

Der Preis für gentechnikfreie Rohmilch stieg verglichen mit dem Vormonat um 1,84 Cent/kg auf 33,86 Cent/kg. Damit dürfte der österreichische Erzeugermilchpreis auch weiterhin über dem EU-weiten Durchschnitt liegen, der für Juni auf 33,10 Cent/kg geschätzt wird. Laut aktuellem Milchpreisbarometer von top agrar Österreich für Juni führt die Obersteirische Molkerei mit 35,50 Ct kg netto den Vergleich an. Damit lächelt die seit bald drei Jahren fast durchgängig vorn liegende Berchtesgadener Land nicht mehr von der Spitze (siehe Ausgabe 8, Seite 8 bzw. www.topagrar.at)

Für Bio-Heumilch wurde ein durchschnittlicher Erzeugermilchpreis von 51,49 Cent/kg ausbezahlt, wobei der Heumilchzuschlag mit 5,03 Cent/kg und der Biomilchzuschlag mit 12,61 Cent/kg in die Preiszusammenstellung einflossen.

Im Juli geht es weiter nach oben, Rohstoffwert erreicht 40 Ct

Der für Juli geschätzte Erzeugermilchpreis wird weiterhin leicht steigen und bei 36,80 Cent/kg Rohmilch mit natürlichem Fettgehalt liegen.

Übrigens: Der vom ife, Institut für Ernährungswirtschaft Kiel, ermittelte Kieler Rohstoffwert Milch stieg im Juli 2017 um 1,8 Cent auf 40,0 Cent je kg Milch. Der Wert ist definiert für eine Rohmilch ab Hof des Milcherzeugers mit 4,0 % Fett, 3,4 % Eiweiß und ohne Mehrwertsteuer. Das  ermittelt den Rohstoffwert Milch monatlich aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver. Mehr unter: top agrar Rind

Anlieferung im Vergleich zum Mai rückläufig

Die im Juni an österreichische Molkereien gelieferte Menge Rohmilch betrug 267.804 t. Gegenüber dem Vormonat ging die Milchmenge saisonbedingt um 5,1% zurück. Bezogen auf den Vergleichsmonat im Vorjahr bedeutet dies jedoch eine Liefersteigerung um 3,4%.
Verglichen mit Mai 2017 wurde die Anlieferung von Heumilch um 21,8% gesteigert, Bio-Milch hingegen ging um 8,5% zurück. Die bedeutende Zunahme bei der Heumilch ist vor allem auf die mit Juni beginnende Almsaison zurück zu führen.


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