EU adelt steirische Käferbohnen als Top-Produkt

Die Steirische Käferbohne wurde von der EU-Kommission als geschützte Ursprungsbezeichnung veröffentlicht. "Dieser EU-Herkunftsschutz ist eine große Auszeichnung für die steirischen Käferbohnen-Bauern“, betont LK-Präsident Franz Titschenbacher.

Steirische Käferbohne

Neben dem Steirischen Kürbiskernöl g.g.A., dem Steirischen Kren g.g.A., der Pöllauer Hirschbirne g.U. hat die Steiermark ein weiteres Produkt mit EU-Herkunftsschutz: die Steirische Käferbohnen g.U. Foto: LK Steiermark (Bildquelle: )

Österreich hat eine 17. geschützte Bezeichnung: Die Steirische Käferbohne wurde heute, Mittwoch, von der EU-Kommission als geschützte Ursprungsbezeichnung veröffentlicht. Damit wurde neben der Pöllauer Hirschbirne, die 2015 als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen wurde, und der Heumilch, die seit März als garantiert traditionelle Spezialität geschützt ist, in kurzer Zeit eine weitere österreichische Bezeichnung EU-weit geschützt. Ich werde mich weiterhin entschlossen für den europaweiten Ausbau der Herkunftssicherung und Auslobung einsetzen, denn damit stärken wir unsere Qualitätsstrategie. Immer mehr Menschen setzen bewusst auf hochwertige Produkte aus bestimmten Ländern oder Regionen. Das ist ein großer Vorteil für unsere Bäuerinnen und Bauern - höchste Qualität ist ihr Markenzeichen, betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Was bedeutet geschützte Ursprungsbezeichnung g.U."?

Nur ausgewählte Spezialitäten dürfen den EU-Herkunftsschutz tragen. Konkret bedeutet das für die Steirische Käferbohne g.U.: Sie muss auf steirischen Äckern wachsen und die essfertige Bohne muss in der Steiermark hergestellt werden. Es ist ein langer Weg, diese hohe Auszeichnung von der EU zuerkannt zu bekommen. Dahinter steckt ein fundiertes, jahrelanges Nachweisverfahren, das die traditionelle, heimische Herkunft begründet.

Bauern rechnen heuer mit großer Erntemenge

Die Bezeichnung Steirische Käferbohne" bezieht sich auf zweifärbig gefleckte oder marmorierte Bohnen, die in der Steiermark angebaut werden. Sie werden von rund 200 Betrieben vor allem im Süden und Südosten des Bundeslandes auf insgesamt 500 ha Fläche kultiviert. Die jährliche Erntemenge beträgt im Schnitt 400 kg. 2015 wurde aufgrund der Rekordanzahl an Hitzetagen nur eine kleine Ernte erzielt, für heuer rechnet die Landwirtschaftskammer aber wegen der feuchtwarmen Witterung mit einer sehr großen Menge. Steirische Käferbohnen werden sowohl als Rohware, frisch oder getrocknet, als auch essfertig verkauft.

Mit der Steirischen Käferbohne sind insgesamt 17 österreichische Bezeichnungen EU-weit geschützt - davon zehn Ursprungsbezeichnungen, sechs geografische Angaben und eine garantiert traditionelle Spezialität. Geschützt sind beispielsweise die Wachauer Marille, der Waldviertler Graumohn, der Tiroler Graukäse, die Heumilch, das Steirische Kürbiskernöl oder der Gailtaler Speck.

Titschenbacher: Heimische Produktion vor Kopien geschützt

„Der EU-Herkunftsschutz ‚Geschützte Ursprungsbezeichnung g.U.‘ ist eine große Auszeichnung für die steirischen Käferbohnen-Bauern sowie für die steirische Landwirtschaft“, freut sich Präsident Franz Titschenbacher. Und weiter: „Nur steirische Käferbohnen dürfen künftig das EU-Herkunftszeichen ‚Geschützte Ursprungsbezeichnung g.U.‘ führen. Es gibt Bauern und Konsumenten Sicherheit.“ Titschenbacher begründet: „Damit wird die ursprüngliche, heimische Produktion vor Kopien aus anderen Ländern wie beispielsweise aus China geschützt und die Konsumenten können Vertrauen und Sicherheit haben, dass ‚Steirische Käferbohnen g.U.‘ unverwechselbar sind, höchste Qualität haben, von steirischen Äckern stammen und in der Steiermark essfertig verarbeitet werden.“


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