EU-Agrarministerrat auf Schloss Hof

Lebendige ländliche Gebiete und die Erzeugung hochwertiger Nahrungsmittel setzt die österreichische EU-Ratspräsidentschaft auf die Tagesordnung des Informellen Agrarministertreffens vom 23. bis 25. September auf Schloss Hof im Marchfeld.

Österreich rückt 2. Säule der GAP in den Fokus. (Bildquelle: Archiv )

Die Minister sollen in der kommenden Woche Ideen zum Erhalt von ländlichen Räumen entwickeln. Zudem werden sie nach einer geeigneten Förderung zur Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln gefragt. In einem Vorbereitungspapier für das Treffen fordert Österreich einen Ausbau der 2. Säule (Ländliche Entwicklung) der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), um die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere von Landwirten in abgelegenen, schwierigen Agrarstandorten, zu erhalten und zu verbessern. Der Landwirtschaft komme eine zentrale Rolle beim Erhalt ländlicher Räume zu, heißt es in dem Papier.

Nach einer Studie der Vereinten Nationen werde der Anteil der Bevölkerung in ländlichen Räumen von heute 26% auf nur noch 16% im Jahr 2050 zurückgehen. Die GAP könne durch die Förderung des Agrarsektors der Landflucht entgegenwirken. Um in entlegenen Regionen das Land offenzuhalten und um Artenvielfalt und Tourismus zu ermöglichen, müsse die EU-Agrarpolitik für eine flächendeckende Erzeugung sorgen. Das geschehe vor allem über die Direktzahlungen. Eine gezielte Förderung von betrieblichen Modernisierungen, von Umweltleistungen sowie der Erzeugung von regionalen Spezialitäten bleibe aber Aufgabe der 2. Säule der GAP.

Die österreichische Ratspräsidentschaft ist davon überzeugt, dass die Nachfrage nach regionalen, hochwertigen Erzeugnissen weiter steigen wird. Die lokale Produktion verbessere die Einkommen der Betriebe, stärke die Rolle der Landwirte in der Vermarktungskette und komme der Umwelt und der Attraktivität ländlicher Räume zugute, betonen die Autoren des Präsidentschaftspapiers für das Treffen auf Schloss Hof.

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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