EU-Rindfleischproduktion sinkt

Auf knapp unter 7,6 Mio. t dürfte die Rindfleischerzeugung der Union bis 2014 abnehmen. Davon geht die EU-Kommission in ihrer jüngsten Agrarmarkt-Prognose aus.

Die EU-Kommission erwartet aufgrund der weiter schrumpfenden Milchkuhherden, der Beschränkung der Mutterkuhzahlen und der Entkopplung der Förderungen eine Abnahme der Produktion bis 2014 auf knapp 7,6 Mio. t. Foto: http://goestl.global.net

Die EU-Kommission erwartet aufgrund der weiter schrumpfenden Milchkuhherden, der Beschränkung der Mutterkuhzahlen und der Entkopplung der Förderungen eine Abnahme der Produktion bis 2014 auf knapp 7,6 Mio. t. Foto: http://goestl.global.net (Bildquelle: )

Der kontinuierliche Rückgang der EU-Rindfleischerzeugung hat dazu geführt, dass die Union seit 2003 Nettoimporteur ist. Im Jahr 2006 kam diese Entwicklung zumindest vorübergehend zum Stillstand. In mehreren EU-Staaten war sogar ein leichtes Plus bei der Erzeugung erkennbar, so auch in Österreich, wo die Bruttoeigenerzeugung von Großrindern 596500 Stück (+6%) erreichte, berichtet das AIZ.Nach Einschätzung der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn in ihrer Marktbilanz Vieh und Fleisch 2007" dürfte die Rindfleisch-Erzeugung im Jahr 2007 wieder leicht rückläufig sein. Sie verweisen darauf, dass sich der Rinderbestand in der EU-25 Ende 2006 auf 84,8 Mio. Tiere belief, das war ein Rückgang von 1% gegenüber dem Vorjahr. Die erwartete Minderproduktion in der EU-25 dürfte heuer mit einem Minus von etwa 1% relativ moderat ausfallen. Auch die EU-Kommission rechnet in ihrer mittelfristigen Marktprognose für heuer mit einer Abnahme der Bruttoeigenerzeugung um 1,2% auf 8,01 Mio. t. Unter den großen Rindfleischerzeugern der Union wird vor allem in Irland, Deutschland und dem Vereinigten Königreich mit einem Produktions-rückgang gerechnet, während Spanien, Frankreich und Italien ein leichtes Plus erwarten.Nicht nur die Erzeugung, auch der Verbrauch könnte heuer leicht rückläufig sein. Allerdings rechneten die Experten im Prognoseausschuss der Kommission nur mit einer minimalen Konsumabschwächung. Die Versorgungslücke der EU im Bereich Rindfleisch wird 2007 bestehen bleiben. Die Schlachtrinderpreise bewegten sich 2006 in der EU auf dem höchsten Niveau seit mehr als zehn Jahren. Dieses Jahr sind die Aussichten für die Bauern auf weitere Preissteigerungen gedämpft. Die ersten Monate brachten in den meisten EU-Ländern spürbar niedrigere Preise im Vergleich zum Vorjahr und auch für das Gesamtjahr ist laut ZMP zu erwarten, dass das Preisniveau aus 2006 nicht gehalten werden kann.In den kommenden sieben Jahren dürfte die Rindfleischerzeugung der Union weiter abnehmen. Die EU-Kommission erwartet aufgrund der weiter schrumpfenden Milchkuhherden, der Beschränkung der Mutterkuhzahlen und der Entkopplung der Förderungen eine Abnahme der Produktion bis 2014 auf knapp 7,6 Mio. t. Der gleichzeitige moderate Rückgang des Verbrauchs auf rund 8,2 Mio. t wird dazu führen, dass die EU weiterhin auf Importe angewiesen ist, diese werden voraussichtlich bis 2014 auf geschätzte 740000 t ansteigen.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen