Petition übergeben

Fast 2.000 Steirer machen sich gegen Wolf stark

Eine Petition „Gegen Tierleid – Zur Erhaltung der Almen“ hat Matthis Kranz, Obman des Agrar- & Umweltclubs Steiermark, an die steirische Landtagspräsidentin Manuela Khom zur offiziellen Behandlung im Steiermärkischen Landtag übergeben.

Über 1.900 Unterschriften sind für die Petition des Steirischen Agrar- & Umweltclubs zusammengekommen. Der Club ist eine überparteiliche Plattform, die sich der Verbesserung der Organisationsstruktur in der Land- und Forstwirtschaft in der Steiermark und der Unterstützung ländlicher Räume verschrieben hat.

Den Hintergrund für die Aktion schildert Kranz so: "In Österreich leben zurzeit rund 50 Wölfe. Diese Zahl wird sich, sofern nicht eingeschritten wird, innerhalb von 3 Jahren verdoppeln. Hier muss gezielt gehandelt werden." Der Wolf sei in unseren dicht besiedelten Gebieten niemandem abgegangen und das Ökosystem habe darunter ebenfalls nicht gelitten.

Kranz: "Neben der Gefährdung der Nutztierhaltung auf unseren Almen muss man sich auch die Frage stellen, sollen wir alle Bergbegeisterten, welche unsere Almen lieben, Wanderer, Radfahrer und Jäger auszäunen – von den für die 43.000 ha steirischer Almgebiete kalkulierten 231 Millionen Euro an Kosten für flächendeckende Einzäunung erst gar nicht zu sprechen. Das wäre wohl das Ende des sanften Tourismus in Österreich, für den unser Land weltweit so geschätzt wird und damit auch der wirtschaftliche Ruin für die ländlichen Räume in Österreich."

"Viele Schafe bei lebendigem Leib gefressen"

An die Tierschützer richtet Kranz die Frage: „Es vergeht fast keine Woche, in der der Wolf nicht Schafe, Ziegen, Kälber, Rehe und sogar Hunde tötet. Wo bleiben hier die Tierschützer? “ Zum Unterschied von anderen Raubtieren töte der Wolf äußerst grausam. „Er reißt die Tiere nur an, diese müssen dann qualvoll verenden, ehe sie gefressen werden. Viele werden auch noch bei lebendigem Leib gefressen,“ bringt Obmann Kranz die untragbare Situation und das Leiden der Tiere auf unseren Almen auf den Punkt.

Landtagspräsidentin Manuela Khom verspricht: "Die eingereichte Petition wird im Petitionsausschuss behandelt und somit in den demokratischen Prozess eingebracht. Als Privatperson finde ich, zu einer gewissen Biodiversität gehört der Wolf auch dazu, aber nicht in unseren dicht besiedelten Kulturräumen. Es gehört eine grundsätzliche Einigung darüber getroffen, wie insgesamt in unseren Breitengraden mit dem Wolf umgegangen wird."

Im Laufe des Sommers werden vom Agrar- & Umweltclubs auch die darüberhinaus zuständigen politischen Verantwortlichen in Wien und Brüssel kontaktiert. Das wird ein gesellschaftlicher Weckruf und ein umgehender Aufruf, im Sinne aller hier lebenden Menschen und Tiere zu handeln.

Mehr unter www.agrar-umweltclub.at


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