Fataler Energiepolitik jetzt vehement entgegentreten

Ein Kommentar von Dr. Fritz Binder-Krieglstein, Renewable Energies ConsultingWir, die Mahner, haben jahrelang vor der Ölkrise gewarnt und entsprechende Zahlen verbreitet. Die medial übermächtigen Energiekonzerne haben mit Unsummen und viel Lobbying dagegengehalten. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Eine Langzeit-Studie des kanadischen Finanzdienstleisters CIBC kommt zum Schluss, dass 2012 ein Ölpreis von 225 $ (ca. 145 €, Stand 6.5.08) realistisch erwartet werden kann/muss. Und, oh Wunder, begründet wird das mit "Peak Oil", dem Ölfördermaximum bzw. -rückgang bei weiter steigender Erdölnachfrage.

Dr. Fritz Binder-Krieglstein (Bildquelle: )

Wie geht die völlig irrationale Energiepolitik Österreichs mit einer möglichen Ölpreisverdoppelung in nur 4 Jahren umSie engagiert sich mit aller Kraft, ja wirklich mit aller Kraft für Erdgaspipelines. Obwohl der Erdgaspreis zu 100 % an den Ölpreis gebunden ist. Sie verhindert mit aller Kraft die Förderung des Umstiegs auf Ökostrom, weil (Energie-, etc.)Konzerne Hegemonie-Strategien vorgeben, die von der Politik willfährig umgesetzt werden. Dass die Bundes- und Landespolitiken ihren Nutzen aus dieser völlig volksfeindlichen, antisozialen und national bis international destabilisierenden Vorgangsweise ziehen, kann als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. Die vehemente Weigerung, den Fakten gerade ins Auge zu sehen (mit Ausnahe von Wenigen), ist angesichts der Krisensituation eine unermessliche Menschenverachtung von denen, die sich gerne Volksvertreter nennen. Die Ölkrise ist da, und sie ist nicht plötzlich gekommen. Das muss an dieser Stelle deutlich unterstrichen werden. Was wir jetzt benötigen, ist unzählige Male ökonomisch, ökologisch und sozial mit jeder Menge Fakten, Studien und Fallbeispielen bewiesen worden: Wir benötigen die Energiewende -  SOFORT! Die Krise ist eine Chance und eine Herausforderung. Wie immer werden Manche versuchen, die Tatsachen weiter zu verdrängen; so ist nun einmal die menschliche Psyche. Was einerlei ist, solange die VerdrängerInnen keine energiepolitischen Entscheidungsträger sind. Das wäre nämlich höchst fatal. Wo immer diese Gefahr jedoch in Erscheinung tritt, müssen wir jetzt vehement dieser Energiepolitik" entgegentreten, um unsere eigene Haut und die unserer Kinder  zu retten. Eine weniger deutliche Sprache ist nicht mehr angebracht -; ebenso wenig halbherzige Maßnahmen.Weitere Infos zum Thema unter www.iv-eww.at

Artikel geschrieben von

top agrar Österreich

Schreiben Sie top agrar Österreich eine Nachricht

Droht eine neue Dürrekatastrophe?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen