Feuerbrand in Vorarlberg: Hitze begünstigt den Triebbefall

In einigen Vorarlberger Ortschaften tritt seit Monatsbeginn massiver Feuerbrandbefall an älteren Birnen- und Apfelbäumen auf. Die Landwirtschaftskammer vermutet als Grund die seit Wochen herrschende drückende Hitze. Für Herbst ist bereits eine geförderte Nachpflanzaktion für ausgefallenen Bäume geplant.

Feuerbrand bei Apfel

Der Infektionsdruck bei Feuerbrand ist zurzeit besonders hoch. (Foto: Archiv) (Bildquelle: )

Vielfach sind unter den befallenen Pflanzen auch welche, die bereits im Vorjahr Feuerbrand aufwiesen. Die LK verweist darauf, dass im Umfeld solch stark angegriffener Pflanzen der Infektionsdruck und somit die Ansteckungsgefahr für gesunde oder nachgepflanzte Jungbäume sowie Obstplantagen sehr hoch ist. Die Besitzer weren angehalten richtig zu reagieren. Rechtliches wird durch die Vorarlberger Feuerbrand-Verordnung geregelt. Fachliche Details finden sich in der Anleitung für die Bekämpfung von Feuerbrand, die jährlich von der LK erstellt wird und auf deren Homepage vbg.lko.at (Suchbegriff Feuerbrand-Informationen) zu finden ist, heißt es in einer Aussendung.

Feuerbrand ist meldepflichtig!

Kurz zusammengefasst ist ein Befall unbedingt der Gemeinde zu melden. Diese sendet ihren Feuerbrand-Beauftragten aus, der die betroffenen Bäume begutachtet und Bekämpfungsschritte einleitet. Bei Apfelbäumen können befallene Triebe mit etwas gesundem Holz bei trockenem Wetter abgebrochen und entfernt werden. Birnen und Quitten mit starkem Triebbefall sind baldmöglichst zu roden - spätestens im Winter. Das ausgebrochene Material ist in Plastiksäcken zum kommunalen Verbrennungsplatz zu bringen - bei Rodungen kann die Gemeinde den Abtransport organisieren. In stark befallenen Gebieten empfiehlt es sich, keine Birnen oder Quitten nachzupflanzen.

LK bietet eine Nachpflanzaktion im Herbst an

Äpfel reagieren wesentlich langsamer auf Feuerbrandbefall und sind häufig nach einigen Jahren wieder völlig gesund. Ein Sortenmerkblatt robuster Apfel- und relativ robuster Birnensorten kann ebenfalls auf der LK-Homepage heruntergeladen werden. Steinobst wird überhaupt nicht vom Feuerbrand befallen. Langfristiges Ziel ist es, hochanfällige Arten und Sorten durch weniger anfällige zu ersetzen. Hierzu bietet die LK im Herbst für heuer gerodete Hochstämme eine geförderte Nachpflanzaktion mit entsprechenden Sorten an. Bedingung für eine Teilnahme ist, dass Befall und Rodung durch die Gemeinde erfasst wurden, informiert LK-Berater Ulrich Höfert. -AIZ-


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