Bio

Fragen und Antworten zu den Änderungen bei der Weidehaltung

Die Verunsicherung bei den Biobauern nach der Hiobsbotschaft über die abrupten Änderungen in der Tierhaltung ist groß. Viele sind auch verärgert über das kurze Zeitfenster für betriebliche Anpassungen und brauchen Rat und Unterstützung.

Ab 2020 gibt es bei der Weidehaltung für Bio-Betriebe fast keine Ausnahmen mehr. Viele Bauern müssen sich daher rasch neu orientieren. Manche Betriebe werden nächstes Jahr möglicherweise nicht mehr bio sein können. (Bildquelle: pixabay.com)

Wie berichtet haben Sozial- und Nachhaltigkeitsministerium gemeinsam mit der LK und Bio Austria letzte Woche nötige Anpassungen in der Bio-Tierhaltung kundgemacht. Nötig sind diese, da die EU-Kommission österreichische nationale Sonderregelungen nicht (mehr) akzeptiert.

Mittlerweile haben die Biobauern auch die diesbezügliche "Sonderinformation" erhalten. Doch viele Betroffene sind weiter ratlos und fühlen sich im Regen stehen gelassen.

Änderungen für tierhaltende Bio-Betriebe

Kernpunkte bei den notwendigen Änderungen betreffen die Weidehaltung, den Auslauf und Eingriffe bei den Tieren.

So müssen ab 2020 in der biologischen Landwirtschaft die raufaserverzehrenden Tiere verpflichtend auf die Weide und Ausläufe dürfen nicht mehr voll überdacht werden. Für Eingriffe am Tier (z.B. Enthornen) braucht es künftig eine betriebsspezifische Genehmigung der Behörde.

Bis 16.12.2019 können Betroffenen noch in die freiwillige ÖPUL-Maßnahme "Tierschutz-Weide" einsteigen und so für die mit der Weide verbundenen Aufwände finanziell etwas abgefedert werden können. Bei dieser Maßnahme gibt es drei Kategorien, in die man - auch gleichzeitig - einsteigen kann. Vor der Weidesaison 2020 ist ein freiwilliger (Teil-)Ausstieg aber möglich.

Frage-Antwort-Fibel als Unterstützung

Die beiden Ministerien haben auch eine ausführliche Unterlage für die Bioberater erstellt. Darin werden viele Fragen, die sich jetzt den betroffenen Biobauern stellen, beantwortet. Diese Unterlage stellt top agrar gerne online zur Verfügung und diese kann am Ende der Meldung heruntergeladen werden.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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