Frauen sind tragende Säulen der Gesellschaft

Rund 150 Frauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nahmen an der 3. Internationalen Tagung Ende April teil. Unter dem Motto „Frauen bewegen Landwirtschaft - Landwirtschaft bewegt Frauen“ tauschten die Frauen Wissen und Erfahrungen aus. Zudem wurden auf der Tagung Ergebnisse aktueller Studien präsentiert.

v. l.: Martina Piribauer (LFS Warth), Brigitte Scherb (Präsidentin Deutscher Landfrauenverband DLV), Andrea Schwarzmann (Bundesbäuerin Österreich), Erna Stiermaier (LFS Zwettl) und Renate Biber (LFS Sooß) waren auf der Internationalen Tagung dabei. Foto: LFS NÖ (Bildquelle: )

Auch die Landwirtschaftlichen Fachschulen (LFS) aus Niederösterreich waren mit einer Delegation, bestehend aus Direktorin Erna Stiermaier (LFS Zwettl), Fachlehrerin Martina Piribauer (LFS Warth) und Fachlehrerin Renate Biber (LFS Sooß) vertreten. „Die Tagung bot ein Forum mit breitem Wissens- und Erfahrungsaustausch für all jene, die sich in Theorie und Praxis mit der Situation der Frauen in der Landwirtschaft befassen und sich für deren Entwicklung interessieren“, so die Pädagoginnen aus Niederösterreich. In den zahlreichen Vorträgen, Diskussionsrunden und Exkursionen wurde die Rolle der Frau in der Landwirtschaft sehr kritisch beleuchtet. Einhelliges Resümee war, dass man die Leistungen der Frauen stärker in den Fokus der Gesellschaft rücken muss, um den herrschenden Klischees entgegenzuwirken. Schließlich werden mehr als 40 Prozent der Höfe in Österreich von Frauen geführt.

Frauen sind tragende Säulen für Betriebe und Gesellschaft

Die Rolle der Hauswirtschaft auf dem landwirtschaftlichen Betrieb wurde bei der Tagung eingehend diskutiert. Eine stärkere Verschränkung von Land- und Hauswirtschaft wird, wie in der Schweiz schon erfolgreich praktiziert, als Zukunftsmodell gesehen. So gibt es bei der Betriebsleiterausbildung das Modul „Hauswirtschaft auf dem Landwirtschaftsbetrieb“, das auch von Männern gut angenommen wird. Generell steht die jüngere Generation der Aufteilung der Tätigkeiten im Haushalt und der Kindererziehung sehr positiv gegenüber.

Bei der Tagung wurden aktuelle Studien präsentiert, die das hohe Arbeitspensum der Frauen dokumentiert. Durchschnittlich arbeiten Bäuerinnen über 60 Stunden in der Woche für Haus, Hof und Familie. Und trotzdem engagiert sich rund die Hälfte der Frauen auch noch ehrenamtlich, was sie zu tragenden Säulen für die Betriebe und der Gesellschaft macht. Trotz dieser großen Belastungen zeigen die Studien deutlich, dass die Frauen auf den Höfen mit ihrem Leben mehrheitlich zufrieden sind und positiv in die Zukunft blicken.
Weitere Informationen: http://www.frauen-landwirtschaft.de/

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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Strasser: „50 Mio. € Entlastung für die Bauernfamilien!"

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