FSC trennt sich von Holzindustrie Schweighofer

Das Forest Stewardship Council (FSC) hat die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Unternehmen Holzindustrie Schweighofer beendet. Diese Entscheidung hat das Zertifizierungssystem am vergangenen Freitag bekanntgegeben. Hintergrund der Trennung ist die anhaltende Kritik an dem Holzverarbeiter: Umweltschützer, insbesondere der World Wide Fund for Nature (WWF), werfen Schweighofer bereits seit Jahren vor, in Rumänien systematisch illegal geschlagenes Holz einzukaufen.

(Bildquelle: )

Der Referent für Forstwirtschaft beim WWF Deutschland, Johannes Zahnen, bezeichnete den Rauswurf von Schweighofer als wichtiges Signal an alle Unternehmen. Wer die Prinzipien nachhaltiger Forstwirtschaft mit Füßen trete, dürfe sich nicht mit einem Siegel schmücken.

Die Entscheidung des FSC sei zugleich eine gute Nachricht für die Wälder in Rumänien und ein Beispiel dafür, wie Probleme durch die Zusammenarbeit internationaler Umweltorganisationen und der Zivilgesellschaft und unter Nutzung von freiwilligen und glaubwürdigen Prüfinstrumenten angegangen werden könnten. „Wir hoffen, dass Schweighofer diese FSC-Entscheidung als Chance versteht, um jetzt grundlegende Veränderungen der Unternehmenskultur in Richtung Legalität und Nachhaltigkeit vorzunehmen“, erklärte Zahnen. Das Unternehmen sollte jetzt rasch einen klaren und transparenten Aktionsplan entwickeln. (AgE)

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Weninger Lukas

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"Das 'S' auf S-Budget-Butter sollte für Solidarität stehen"

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