Gefahr durch antibiotikaresistente Listerien?

Antibiotikaresistente Listerien haben Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Bodenproben von österreichischen Gebirgs- und Naturschutzflächen gefunden.

(Bildquelle: )

Problematisch für Mensch und Tier werde der Keim allerdings erst, wenn er in lebensmittelproduzierende Betriebe gelange, sich dort vermehre und in hohen Konzentrationen in die Nahrungskette gelange. Für Menschen und Tiere mit schwachem Immunsystem könne eine Infektion mit Listeria monocytogenes sogar tödlich verlaufen.

Wie die Universität berichtete, untersuchten die Wissenschaftler um Studienleiterin Dr. Beatrix Stessl vom Institut für Milchhygiene fast 500 Erdproben aus den Regionen Ostalpen, Nationalpark Donauauen und Neusiedlersee, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Laut den Analyseergebnissen enthielten 30 % aller Proben Listerien, bei denen es sich aber lediglich in 6 % der positiven Fälle um den gefährlichen Typ Listeria monocytogenes handelte.

Resistenz kann natürlichen Ursprung haben

Antibiotikaresistente Listerienstämme gelten als selten. Dennoch fanden Stessl und ihr Team einige resistente Stämme in Erdproben. Sie könnten nach Darstellung der Wissenschaftlerin auf natürliche Weise über eine Anpassung an Abwehrstoffe bodenbürtiger Pilzen entstanden sein.
Die Entwicklung besonders hochresistenter Listerienstämme führt sie aber eher auf die relative Nähe zu landwirtschaftlichen Nutzflächen und dem urbanem Umfeld zurück. Dabei sollen Fluten in manchen Gegenden zur Ausbreitung der Keime beigetragen haben. Der Universität zufolge kommen Listerien so gut wie überall vor.
-AgE-

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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