Gentechnik-freie Lebensmittel: In Österreich Standard

„Fast 2.000 österreichische Lebensmittel werden derzeit ohne Gentechnik hergestellt“, verkündete die ARGE Gentechnik-frei auf einer Pressekonferenz anlässlich „15 Jahre Gentechnik-freie Lebensmittel in Österreich“.

Schoerpf, Stoeger

"Österreich nimmt in Sachen Gentechnik-Freiheit europaweit eine Vorreiterrolle ein", erklärten Gesundheitsminister Stöger und ARGE Gentechnik-frei Obmann Schörpf. Foto: Hafner (Bildquelle: )

So gilt Gentechnik-Freiheit bei Milch und Molkereiprodukten (seit Juni 2010), Frisch- bzw. Schaleneiern (seit Oktober 2010) sowie dem Großteil des Geflügelfleisches mittlerweile als Branchen-Standard. Gesundheitsminister Alois Stöger und ARGE-Obmann Markus Schörpf unterstrichen die Exportchancen für die heimischen Landwirte, die sich durch die konsequente Entwicklung des Kontrollzeichens ergeben.
 
Österreich als Vorreiter
 
Es ist der von Beginn an engen und konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Lebensmittelbranche – von den Herstellern bis zum Handel – zu verdanken, dass Österreich in Sachen Gentechnik-Freiheit im europäischen Wettbewerb die Nase vorne hat.
 
Österreich ist heute Vorbild für andere nationale Kennzeichnungsregelungen. Es wäre daher klug und effizient, wenn die österreichische Lösung beispielgebend für eine europaweite gesetzliche Grundlage zur Gentechnik-Freiheit wäre, waren sich Gesundheitsminister Stöger und die ARGE Gentechnik-frei einig.
 
Gentechik-freies Fleisch: Schlüsselfaktor Futtermittel
 
Die Umstellung auf Gentechnik-freies Fleisch stellt die nächste große Herausforderung am österreichischen Markt dar. Wie top agrar Österreich Anfang des Jahres berichtete, gibt es erste Initiativen des Handels, Gentechnik-freies Schweinefleisch anzubieten. Der Schlüssel für eine Ausweitung von Gentechnik-freiem Fleisch liegt im Bereich Futtermittel.
 
„Der Anteil Gentechnik-freier Futtermittel liegt in österreichischen Mischfutterwerken bereits bei über 70 Prozent“, sagte Rupert Bauinger, GF Fixkraft Futtermittel GmbH, nicht ohne Stolz, fügte aber hinzu: „Gentechnik-freie Futtermittel sind mit Mehrkosten verbunden, die natürlich an die Bauern weitergegeben werden.“
 
Daher sei es wichtig, den Mehrwert Gentechnik-freier Lebensmittel weiterhin intensiv zu kommunizieren. Nur so wird es möglich sein, den Mehraufwand der Gentechnik-freien Produktion gerecht auf die gesamte Wertschöpfungskette – bis hin zum Konsumenten – zu verteilen.


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